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Assange kooperiert nicht mehr mit Schwedens Behörden

Assange: Frauen sind «nervös geworden»Großansicht

München/London (dpa) - Wikileaks-Gründer Julian Assange will einem Zeitungsbericht zufolge nicht mehr mit den schwedischen Behörden kooperieren.

Er fürchte, dass eine Auslieferung nach Schweden nur ein erster Schritt für eine Überstellung in die USA sei, sagte Assange der «Süddeutschen Zeitung» auf dem englischen Landsitz seines Freundes und Förderers Vaughan Smith. In den USA bereite man nach Angaben seiner Anwälte eine Anklage wegen Spionage vor. Es gebe sogar Gerüchte, dass diese Anklage schon vorliege.

Wegen der Veröffentlichung vertraulicher oder geheimer Dokumente über die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie tausender Depeschen von US-Diplomaten durch Wikileaks streben die US-Behörden juristische Schritte gegen Assange an.

Die Untersuchung der Vergewaltigungsvorwürfe, die gegen ihn in Schweden erhoben werden, hält Assange für fehlerhaft und politisch manipuliert. In Großbritannien fühle er sich sicherer, sagte er der «Süddeutschen Zeitung». Bis zur Entscheidung über eine Auslieferung muss der 39 Jahre alte Australier auf dem Anwesen in Südostengland bleiben, eine elektronische Fußfessel tragen und sich täglich bei der Polizei melden.

Konflikte / Internet / Wikileaks / Meiden / Großbritannien
22.12.2010 · 08:15 Uhr
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