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Ashton weicht Frage nach Migration in Tunis aus

Tunis/Paris (dpa) - Die EU hat ein neues Flüchtlingsproblem, aber die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat sich im Ursprungland der Migranten dazu nicht äußern wollen.

Über das Migrationsproblem werde in Brüssel beraten, sagte Ashton bei ihrem Tunesienbesuch am Montag, einen Monat nach dem Sturz des tunesischen Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali. Auf Fragen nach dem Umgang mit den tunesischen Migranten, die zu Tausenden auf der italienischen Insel Lampedusa angekommen waren, wollte sie nicht weiter antworten.

Ashton sagte den Tunesiern die Unterstützung der EU beim Aufbau ihrer Demokratie zu. Dafür sollten 17 Millionen Euro bereitgestellt werden, kündigte sie an. Sie regte außerdem eine internationale Konferenz an, um Investoren nach Tunesien zu locken. Zudem solle das von Tunesien seit langem erhoffte Assoziierungsabkommen bald unterzeichnet werden.

«Die Zukunft Tunesiens ist in der Hand des tunesischen Volkes. Die Europäische Union ist bereit, nach Kräften dabei zu helfen», sagte Ashton, die für ihre Zurückhaltung angesichts der umwälzenden Ereignisse in der arabischen Welt mehrfach kritisiert worden war. «Die EU ist der stärkste Verbündete des tunesischen Volkes», fügte sie hinzu.

Migration / EU / Tunesien / Italien
14.02.2011 · 23:02 Uhr
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