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Aschewolke stoppt viele Flüge aus und nach Spanien

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Reykjavik/Madrid/Frankfurt (dpa) ­ Die Asche des aktiven isländischen Gletschervulkans hat erneut den Flugverkehr in Teilen Europas gestört. Betroffen waren am Samstag vor allem Flughäfen im Norden Spaniens, Portugals sowie im Süden Frankreichs.

Das teilte die europäische Flugsicherheitsorganisation Eurocontrol mit. In Nordspanien wurden am Samstag 19 Flughäfen geschlossen. Die spanische Flughafenbehörde AENA ordnete dies unter anderem für die Airports von La Coruña, Asturias, Santander, San Sebastián, Bilbao und später auch für den Großflughafen von Barcelona an. Die internationalen Flughäfen in Madrid und Palma de Mallorca blieben geöffnet. Allein in Spanien waren mehr als 190 Flüge betroffen. Transatlantikflüge wurden wegen der Aschewolke umgeleitet.

Die Behörde kündigte unter Berufung auf Eurocontrol an, dass die betroffenen Flughäfen am Samstag wenigstens bis 20.00 Uhr geschlossen bleiben sollten. Die größte spanische Fluggesellschaft Iberia beförderte einen Teil der Fluggäste mit Bussen. Nach Angaben des Unternehmens wurde damit gerechnet, dass die Flughäfen in Nordspanien am Sonntag wieder geöffnet werden können. In Portugal wurden nach Angaben der Flughafenbehörde ANA mehr als 100 Flüge gestrichen, aber keine Flughäfen geschlossen.

Auch wegen der Umleitung von Transatlantikflügen komme es zu erheblichen Verspätungen, ergänzte eine Sprecherin von Eurocontrol. Am Flughafen Frankfurt fielen zunächst sechs Flüge von und nach Spanien aus. Betroffen seien Verbindungen aus und nach Barcelona sowie Bilbao, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport.

Bei den Flügen aus den USA entstanden in Frankfurt Verspätungen zwischen 30 und 60 Minuten. Prognosen über weitere Flugausfälle wollte der Sprecher nicht abgeben. Auch am Flughafen Hahn fielen neun Verbindungen aus, die die Maschinen auf dem Weg in Richtung Süden durch die Wolke geführt hätten.

Nach einer Prognose des Meteorologischen Institutes in London könnte sich die Aschewolke bis zum Sonntag über den Norden Spaniens hinaus nach Osten in Richtung Mittelmeer und gar bis an die Westküste Italiens ausbreiten. In den nächsten Tagen müssten Passagiere immer wieder mit Störungen rechnen, warnte auch die irische Luftfahrtbehörde IAA.

Einer Analyse des Meteorologischen Institutes Reykjavik zufolge hat sich die zuvor massiv stärker gewordene Eruption aus dem Gletscher Eyjafjallajökull inzwischen wieder beruhigt. Die Rauchsäule steige nicht mehr so hoch und sei wegen des geringeren Ascheanteils heller geworden, hieß es aus der isländischen Hauptstadt. Anzeichen für ein Ende der Eruption gebe es aber nicht.

Der Ausbruch hatte Mitte April begonnen. Die Asche hatte den Flugverkehr in weiten Teilen Europas für knapp eine Woche lahmgelegt.

Vulkane / Luftverkehr / Island
08.05.2010 · 15:56 Uhr
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