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Arzt ersticht acht Kinder in chinesischer Schule

Polizisten in China (Archiv- und Symbolbild). Ein geistig verwirrter Mann hat in der Stadt Nanping acht Kinder erstochen.Großansicht
Peking (dpa) - Ein ehemaliger Arzt hat in einer Grundschule in Nanping in der südostchinesischen Provinz Fujian am Dienstag acht Kinder erstochen. Nach Angaben staatlicher Medien wurden fünf Kinder verletzt.

Die Polizei habe den Mann, der von seinem Arbeitgeber gekündigt worden war und unter psychischen Störungen leidet, festgenommen. Der Angreifer habe die Kinder am Eingang der Schule gegen 7.00 Uhr abgepasst und auf sie eingestochen. Am Tatort seien drei oder sechs Kinder gestorben, die anderen seien später im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen.

Nach Angaben lokaler Medien ist der Mann 41 Jahre alt. Er sei über sein Leben enttäuscht gewesen und verärgert darüber, dass Menschen in seiner Nachbarschaft ihn verächtlich behandelt hätten. Wie Zeugen berichteten, tauchte er zum morgendlichen Unterrichtsbeginn am Eingang der Schule auf und schrie Dinge wie: «Sie lassen mich nicht leben! Sie machen mich verrückt! Ich lasse sie nicht leben!» Dann habe er wild mit dem Messer um sich gestochen. Die ganze Attacke habe kaum eine Minute gedauert.

Lu Yanping, dessen 12-jähriger Sohn schwer verletzt wurde und im Krankenhaus liegt, sagte, er hoffe, dass die Schule ihre Sicherheitsvorschriften verschärft, um künftig ähnliche Überfälle zu verhindern. Die Schule hat rund 2000 Schüler und genießt einen guten Ruf in Nanping. Nach dem Unglück wurde die Schule zunächst geschlossen.

Kriminalität / China
23.03.2010 · 13:43 Uhr
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