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Armee bestätigt Tote bei Angriff auf Gaza-Flotille

Israelische Soldaten bereiten sich auf die Aktion gegen die «Solidaritätsflotte» vor.Großansicht
Tel Aviv (dpa) - Bei der Stürmung der internationalen Gaza-«Solidaritätsflotte» durch das israelische Militär sind mehr als zehn Menschen getötet worden. Dies bestätigte der höchste israelische Armeesprecher Avi Benajahu im Gespräch mit dem israelischen Rundfunk.

Zudem seien mehrere Menschen verletzt worden. Unter den Soldaten gebe es mindestens vier Verletzte, einer davon wurde schwer verwundet.

Israelische Soldaten hatten am Morgen gewaltsam sechs Schiffe aufgebracht, mit dem pro-palästinensische Aktivisten Hilfsgüter in den von Israel blockierten Gazastreifen bringen wollten. Die Aktion auf dem türkischen Schiff dauere noch an, sagte Benajahu.

Benajahu sagte, man habe die Aktivisten auf den sechs Schiffen mehrmals aufgefordert, sich friedlich zu ergeben. Dies sei jedoch scharf zurückgewiesen worden. Daraufhin seien Elitesoldaten mit Strickleitern sowie mit Leitern aus Hubschraubern an Bord gekommen.

Bei der Stürmung seien die Soldaten von den Aktivisten mit «schwerer Gewalt» empfangen worden. Sie hätten versucht, die Truppen zu «lynchen», so der Sprecher. «Dies sind sehr aggressive Leute, keine Friedensaktivisten», sagte der Militärsprecher. Einer von ihnen habe einem der Soldaten das Gewehr entrissen und es offenbar gegen andere Soldaten eingesetzt. Andere hätten die Truppe mit Messern und Schlagstöcken angegriffen.

Angesichts der Gewalt hätten die Soldaten «Mittel zur Auflösung von Demonstrationen» eingesetzt und - als sie keine andere Wahl mehr hatten - auch scharfe Munition, sagte Benajahu dem Sender. «Ich möchte hier auch Bedauern ausdrücken», sagte der Militärsprecher. «Wir wollten, dass diese Aktion ohne Opfer ausgeht.»

Konflikte / Gaza / Nahost
31.05.2010 · 09:19 Uhr
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