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ARD: Studien konstatieren Islamfeindlichkeit

Berlin/Mainz (dpa) - Die Islamfeindlichkeit in Deutschland nimmt nach einem ARD-Bericht zu. Das Magazin «Report Mainz» beruft sich dabei auf eine Studie der Universität Leipzig für die Friedrich-Ebert-Stiftung und eine Umfrage von Infratest dimap.

Danach finden 37 Prozent, dass ein Deutschland ohne Islam besser wäre. 44 Prozent meinen, seit der Debatte über die Integrationsthesen des ausgeschiedenen Bundesbankvorstands Thilo Sarrazin könne man sich trauen, den Islam offener zu kritisieren.

Der wissenschaftliche Leiter der Leipziger Studie, Oliver Decker, sagte dem Magazin: «Die Menschen äußern sehr viel leichter, was sie an Ressentiments haben. Es besteht die Gefahr, dass dadurch auch ein demokratischer Konsens kippt in der Umgangsweise mit Migrantinnen und Migranten.»

Wissenschaftler, die sich kritisch zu Sarrazins Thesen äußerten, erhielten Morddrohungen sowie Hass- und Drohmails, berichtete das Magazin.

Migration / Integration
11.10.2010 · 22:51 Uhr
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