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ARD-Korrespondent im Iran wundert sich über Arbeitserlaubnis

Teheran (dts) - Der letzte deutsche TV-Journalist in Teheran, der Iran-Korrespondent der ARD, Peter Mezger, wundert sich darüber, dass ihn die iranischen Behörden noch arbeiten lassen. Er werde schon seit langem durch den Geheimdienst und das für Journalisten zuständige Führungsministerium überwacht, sagte der 66-Jährige in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus". Dass er bisher noch nicht bedrängt worden sei, verdanke er entweder seinem Alter oder einem Zufall: Als der Geheimdienst seinen Kameramann und einen Kollegen vom US-Sender NBC mitgenommen und brutal verhört habe, sei er selbst gerade auf der Toilette gewesen. Seine Live-Auftritte in "Tagesschau" und "Tagesthemen" kämen nur zustande, weil er mit einem Video-Telefon arbeite. Bilder aus den Straßen dürfe er weder aufnehmen noch senden, weil er sonst sofort von Milizen und Revolutionswächtern drangsaliert werde. Seine Informationen beschaffe er sich vor allem, wenn er per Bus oder Taxi in der Stadt unterwegs sei. Sein Vorteil sei, dass er schon vor 30 Jahren im Land war, als das Regime des Schahs stürzte: "Für mich ist das teilweise ein richtiges Déja-Vu-Erlebnis", sagte Mezger "Focus".
DEU / Iran / Fernsehen
10.01.2010 · 08:17 Uhr
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