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Arcandor-Chef Eick tritt zurück und kassiert Millionenbetrag

Essen (dts) - Der Vorstandsvorsitzende des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor, Karl-Gerhard Eick, ist heute im Zuge der Eröffnung des Insolvenzverfahrens des Konzerns zurückgetreten. Eick war erst seit März dieses Jahres an der Spitze des Unternehmens, fand jedoch keinen Investor für das schwer angeschlagene Unternehmen. Nun steht Eick aufgrund von ausstehenden Gehaltsansprüchen von bis zu 15 Millionen Euro schwer in der Kritik. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe für die Ansprüche "absolut kein Verständnis". Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane sprach im Zusammenhang mit den Gehaltszahlungen von einem "Würgereiz". Der 55-Jährige "verstehe den Ärger" und kündigte an, rund ein Drittel des Geldes den Mitarbeitern des Konzerns spenden zu wollen. Nachdem das Amtsgericht Essen das Insolvenzverfahren am Nachmittag eröffnet hat, trat neben Eick auch ein Großteil der Vorstandsmitglieder zurück. Neben dem Vorstandsvorsitzenden beenden Finanzvorstand Rüdiger Günther, Zentraleinkaufsvorstand Arnold Mattschull, Stefan Herzberg, Vorstand mit Zuständigkeit für die Warenhäuser, Zvezdana Seeger, Vorstand für Restrukturierung und IT, sowie Touristikvorstand Manny Fontenla-Novoa ihre Tätigkeit für das Unternehmen.
DEU / Wirtschaftskrise / Insolvenz / Arcandor
01.09.2009 · 23:23 Uhr
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