News
 

Arcandor-Chef Eick: Finanzexperte mit dickem Fell

Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick gab sich vor der Belegschaft auch am Montag noch kämpferisch.Großansicht
Düsseldorf (dpa) - Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick (55) steht erst seit seit gut drei Monaten an der Spitze des Essener Handels- und Touristikkonzerns. Er gilt als Mann der Zahlen.

Neun Jahre lang leitete er das Finanzressort der Deutschen Telekom und erwarb sich in dieser Zeit im Konzern, an den Finanzmärkten und auch bei Arbeitnehmervertretern einen guten Ruf. Nach dem vergeblichen Hoffen auf eine Berufung zum Vorstandsvorsitzenden bei dem Telekomriesen wechselte er zu Arcandor.

In seiner Zeit bei Europas größtem Telekomkonzern erlebte Eick den dramatischen Aufstieg und Fall der T-Aktie ebenso wie den Abbau der enormen Verschuldung, Gewinnwarnungen, Einsparungen und zuletzt die Skandale um Bespitzelung und Datenklau. Ein dickes Fell soll er sich zugelegt haben - was ihm in der derzeitigen Arcandor-Krise nützen könnte.

Eicks Vita ist nicht die eines ausgewiesenen Handelsexperten. Vor seiner Zeit bei der Telekom leitete der promovierte Betriebswirt in den 80er und 90er Jahren unter anderem das Controlling beim Autokonzern BMW, beim Besteck- und Kochgeschirrhersteller WMF und bei der Carl Zeiss Gruppe. Darüber hinaus saß er im Vorstand des Duisburger Mischkonzerns Haniel.

Bei der Telekom sorgte er für Stabilität und hinterließ ein solides Zahlenwerk. Er galt als Allrounder im Vorstand: So übernahm er kommissarisch die Leitung des Großkundengeschäfts (T-Systems) und des Personalressorts, als die Positionen vorübergehend unbesetzt waren.

Handel / Arcandor
08.06.2009 · 18:43 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
26.09.2017(Heute)
25.09.2017(Gestern)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen