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Arabische Liga ermutigt Protestbewegungen

Paris (dpa) - Die Arabische Liga unterstützt nach den Worten ihres Generalsekretärs Amre Mussa den «Ruf der arabischen Völker nach Wandel». Alle arabischen Gesellschaften wollten «das Ende des Autoritarismus, der Vetternwirtschaft, der Korruption» sagte Mussa der Pariser Zeitung «Le Figaro» (Samstag).

«Die Arabische Liga will kein für alle seine Mitglieder gültiges Modell des Wandels vorlegen, doch sie bekräftigt, dass es einen Wandel geben muss. Dieser Drang der arabischen Völker zur Freiheit ist unumkehrbar.»

«Wir waren uns voll bewusst, dass die bestehenden politischen Regime nicht so weiterbestehen konnten», sagte Mussa. «Die arabischen Völker haben gesehen, wie alle anderen Völker sich weiterentwickelt haben, um ins 21. Jahrhundert einzutreten, während sich bei ihnen nichts geändert hat. Ihre Enttäuschung war riesig.» Der Arabischen Liga gehören 21 arabische Staaten aus Nordafrika und Vorderasien sowie die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO an.

Der Ägypter Mussa möchte bei der Präsidentenwahl im November in seiner Heimat antreten. Er wirbt für den Rückzug der Militärs aus der Politik und zumindest für die kommenden zehn Jahre für ein Präsidialsystem, das den Parteien Raum zur Entwicklung einräumt.

Arabische Liga / Konflikte / Syrien / Ägypten
23.04.2011 · 21:47 Uhr
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