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Aquino als Präsident der Philippinen vereidigt

Auf den Philippinen ist der neue Präsident Benigno Aquino (r) vereidigt worden.Großansicht
Manila (dpa) - Auf den Philippinen ist der neue Präsident Benigno Aquino (50) vereidigt worden. Der Sohn eines ermordeten Nationalhelden und einer Ex-Präsidentin versprach beim Amtsantritt den Kampf gegen die Korruption und die muslimischen und kommunistischen Rebellen im Land.

«Heute ist das Ende eines Regimes, dem die Menschen gleichgültig waren», sagte Aquino vor einer halben Million Menschen in der Hauptstadt Manila. «Das stille Leiden der Nation wird enden. Wir wollen euch dienen und nicht über euch herrschen.»

Aquinos Vater, der ebenfalls Benigno hieß, hatte lange gegen die Diktatur von Ferdinand Marcos gekämpft und war 1983 bei der Rückkehr aus dem Exil am Flughafen von Schergen des Regimes ermordet worden. Corazon Aquino übernahm die Rolle ihres Mannes im Kampf gegen Marcos und wurde nach dessen Vertreibung aus dem Amt 1986 zur Präsidentin gewählt.

Aquino löst Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo ab, deren Amtszeit durch Korruptionsskandale und Vorwürfe wegen Wahlbetrugs überschattet war. Sie war zuletzt höchst unpopulär. Arroyo nahm kurz nach Aquinos Vereidigung ihren Platz als Abgeordnete im Parlament ein. Böse Zungen behaupten, sie habe sich um den Sitz im Parlament beworben, um vor möglichen Anklagen wegen Korruption durch parlamentarische Immunität geschützt zu sein.

Wahlen / Regierung / Philippinen
30.06.2010 · 15:59 Uhr
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