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Anwalt schlägt videoüberwachte Wohnung vor

New York (dpa) - Vor dem New Yorker State Supreme Court hat die Anhörung um eine vorläufige Freilassung von Dominique Strauss-Kahn begonnen. Der Ex-Chef des Weltwährungsfonds will bis zu einer Verhandlung auf freien Fuß kommen und dafür dem Gericht eine Million Dollar als Pfand anbieten.

Sein Anwalt schlug eine videoüberwachte Wohnung für den Ex-Währungsfondschef vor. Der Franzose könne mit seiner Frau in einem so kontrollierten Apartment in New York wohnen, sagte Verteidiger William Taylor am Donnerstag vor dem New Yorker State Supreme Court. Zudem sei die Fluchtgefahr gebannt, wenn der Reisepass des 62-Jährigen eingezogen werde.

Strauss-Kahns Frau Anne Sinclair und seine Tochter kamen zu der Verhandlung. Sinclair wirkte tief betroffen, die Tochter stützte sie. Strauss-Kahns Frau war am Montag nach New York gereist, im Gepäck Bankgarantien für die Million Dollar. Strauss-Kahn selbst sah müde aus. Er lächelte Frau und Tochter zu, als er sich setzte. Der 62-Jährige trug einen dunkelgrauen Anzug und ein offenes Hemd.

Dem Franzosen wird vorgeworfen, am Samstag das Zimmermädchen eines Hotels überfallen zu haben. Laut Anklage wollte er Oral- und Analsex erzwingen, die 32-Jährige habe aber leicht verletzt fliehen können. Strauss-Kahn saß die letzten Tage in einer Einzelzelle auf Rikers Island, einer Gefängnisinsel im New Yorker East River mit 14 000 Insassen. Hunderte Journalisten und Schaulustige hatten die Verhandlung sehen wollen, der Saal fasste aber nur gut 100 Leute.

Kriminalität / Finanzen / USA
19.05.2011 · 21:11 Uhr
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