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Anschlag auf ägyptische Gaspipeline nach Israel

Al-Arisch/Kairo (dpa) - Unbekannte haben am Samstag einen Anschlag auf die Gaspipeline verübt, die für den Export von ägyptischem Erdgas nach Israel genutzt wird. Anwohner in den Ortschaften Al-Arisch und Scheich Zuwaid im Norden der ägyptischen Sinai-Halbinsel hörten am Morgen eine laute Explosion.

Ein großes Feuer brach aus. Das Staatsfernsehen meldete: «Saboteure haben sich die instabile Sicherheitslage zunutze gemacht.» Niemand sei verletzt worden. Die Lage sei unter Kontrolle.

Ägypten beliefert Israel seit Anfang 2008 mit Erdgas. In der Bevölkerung gibt es wegen der israelischen Besatzung in den Palästinensergebieten großen Widerstand gegen das Gas-Abkommen mit Israel. Außerdem hatten die Beduinen-Clans bereits vor einiger Zeit damit gedroht, die Pipeline zu zerstören um die Freilassung von Angehörigen aus den staatlichen Gefängnissen zu erzwingen. Im vergangenen Sommer gab es nach Medienberichten bereits einen kleineren Anschlag auf die Pipeline, der jedoch keinen großen Schaden anrichtete. Damals wurden Beduinen hinter dem Angriff vermutet.

Der Gas-Export nach Israel läuft über die Firma East Mediterranean Gas Company (EMG), an der Hussein Salem beteiligt ist. Salem gilt als enger Vertrauter von Präsident Husni Mubarak.

Unruhen / Regierung / Energie / Ägypten / Israel
05.02.2011 · 09:51 Uhr
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