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Anklage im Fall Kassandra erhoben

Ein Absperrband der Polizei vor dem Tatort in Velbert.
Wuppertal (dpa) - Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat Anklage gegen den mutmaßlichen Peiniger der neunjährigen Kassandra erhoben. Das berichtet die «Bild»-Zeitung am Mittwoch. Vor Gericht muss sich ein 14-jähriger Förderschüler verantworten.

Er soll das Mädchen Mitte September in Velbert bei Wuppertal lebensgefährlich verletzt und danach in einen Kanalschacht geworfen haben.

«Die 20-Seiten-Anklage geht ans Landgericht. Dort entscheidet die zuständige Kammer über die Eröffnung des Hauptverfahrens und einen Prozess-Termin», sagte Staatsanwalt Rüdiger Ihl der «Bild»-Zeitung. Dem mutmaßlichen Täter werde versuchter Mord vorgeworfen.

Ein Spürhund hatte die stark unterkühlte Kassandra in dem Schacht entdeckt. Das Mädchen lag danach noch tagelang im künstlichen Koma. Erst zwei Monate nach der Tat konnte Kassandra die Uni-Klinik in Essen verlassen.

Der verhaltensauffällige Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Ermittler hatten an der Jacke des Mädchens Faserspuren gefunden, die sie dem Schüler zuordnen. Auch sehen sie den Jungen durch Zeugenaussagen schwer belastet.

Prozesse / Kriminalität / Kinder
06.01.2010 · 09:48 Uhr
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