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Angehörige von gefallenen ISAF-Soldaten klagen

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Paris (dpa) - Die Familien von zwei in Afghanistan gefallenen ISAF-Soldaten wollen juristisch gegen die französische Militärführung vorgehen. Die Eltern eines getöteten 19-Jährigen sowie die Ex-Frau eines getöteten 40-Jährigen vermuten, dass das Leben ihrer Angehörigen fahrlässig in Gefahr gebracht wurde.

Klarheit soll nun eine Klage vor dem Pariser Militärgericht TAP bringen. «Die Klage mag paradox erscheinen, weil es der Job von Soldaten ist, ihr Leben zu riskieren», sagte der gemeinsame Anwalt der beiden Familien der Tageszeitung «Le Parisien» (Donnerstag). Es sei aber nicht hinnehmbar, dass Soldaten wegen Fehlern von Vorgesetzten ihr Leben riskierten. «Wir haben das Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren», betonte der Vater des 19-Jährigen. Er wisse bis heute nicht genau, unter welchen Umständen sein Sohn ums Leben gekommen sei.

Nach offizieller Darstellung der französischen Regierung waren die beiden Soldaten im August vergangenen Jahres zusammen mit Kameraden in einen Hinterhalt der Taliban geraten. Neun Soldaten fielen, ein weiterer verunglückte tödlich. Medien berichteten anschließend unter Berufung auf Überlebende von schweren Koordinationsmängeln bei den Alliierten und von unpräzisen Luftschlägen bei der Verteidigung.

Konflikte / Justiz / Frankreich / Afghanistan
29.10.2009 · 18:27 Uhr
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