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Angebliche Doping-Sünderin Werth attackiert Reiterverband

Mönchengladbach (dts) - Die fünfmalige Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth, deren Pferd "Whisper" positiv auf die Dopingsubstanz Fluphenazin getestet wurde, hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) in einem Interview in der am Montag erscheinenden Ausgabe des Magazins "Spiegel" hart kritisiert. "Es wäre schön zu wissen", so Werth, "dass der Verband auch in schlechten Zeiten zu einem hält. Das Gefühl habe ich im Moment nicht". Sie fühle sich "in eine Ecke gestellt, in die ich nicht gehöre. Ich bin keine Kriminelle". Diskussionen über die schwierige Abgrenzung zwischen Medikation und Doping gebe es zwischen Reitern und Funktionären schon seit Jahren: "Da kann keiner sagen, er habe nichts gewusst. Nachdem bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen Ludger Beerbaums Pferd "Goldfever" mit einer verbotenen Substanz erwischt wurde, hatten wir doch die gleiche Debatte. Da wurde sogar eine Task Force eingesetzt, von der man dann nichts mehr gehört hat." Werth wirft dem Verband vor, auf "Druck des Fernsehens eine sehr plakative Position" eingenommen zu haben, um von eigenen Versäumnissen abzulenken. Mit der entscheidenden Frage "Dopen, therapieren – wo verläuft die Grenze?", lasse der Verband seine Aktiven allein. "Ich war immer dafür, die Medikamentengabe transparent zu machen und in Behandlungsbüchern zu dokumentieren."
DEU / Reitsport / Doping
27.06.2009 · 11:21 Uhr
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