News
 

Analyse: Unabhängige liefen Demokraten davon

Washington (dpa) - Die Republikaner haben ihr fulminantes Comeback bei den Kongresswahlen hauptsächlich unabhängigen Wählern zu verdanken. Sie hatten vor zwei Jahren Präsident Barack Obama und die Demokraten ins Weiße Haus und in den Kongress geschickt.

Nun hätten sie mehrheitlich für Obamas Gegner gestimmt, analysierte das «Wall Street Journal» anhand von Befragungen nach der Stimmabgabe. Demnach stärkten 55 Prozent der Unabhängigen bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus den Republikanern den Rücken, 40 Prozent den Demokraten. Vor vier Jahren bevorzugte diese Wählergruppe die Demokraten mit 57 zu 39 Prozent. Unabhängige waren der Zeitung zufolge auch ein Eckpfeiler der «demokratischen Koalition», die Obama 2008 zum Präsidentschaftssieg verhalf: Damals schlugen sich 52 Prozent auf seine Seite, 44 Prozent auf die der Konservativen.

Aber auch in anderen Wählergruppen bröckelte die Zustimmung für die Demokraten. Sie verloren am Dienstag bei den Frauen, bei älteren Menschen, bei den Arbeitern und der Mittelklasse. 2006, so das «Wall Street Journal», lagen die Demokraten bei den Frauen noch mit 12 Prozentpunkten vorn. Dieser Vorsprung schmolz am Dienstag dahin: Wählerbefragungen deuten darauf hin, dass die Frauen ihre Gunst genau gleich verteilten: je 49 Prozent für die Republikaner und 49 Prozent für die Demokraten.

Bei der Unterstützung durch die Senioren über 65 lagen nach Angaben der Zeitung 2006 beide Seiten noch gleichauf. Nun haben die Republikaner einen Vorsprung von 19 Prozentpunkten.

Wall Street Journal

Wahlen / USA
03.11.2010 · 22:27 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
29.05.2017(Heute)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen