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Amtsinhaber Jammeh gewinnt Präsidentenwahl in Gambia

Das endgültige Wahlergebnis steht noch aus, doch schon jetzt ist klar, dass Amtsinhaber Yahya Jammeh die Präsidentschaftswahl in Gambia gewonnen hat. Archivfoto: Pierre HoltzGroßansicht

Addis Abeba/Banjul (dpa) - Gambias Präsident Yahya Jammeh wird sein Land weiter regieren. Bei der Präsidentschaftswahl kam Jammeh (46), der seit 1994 an der Spitze Gambias steht, nach Angaben der Wahlkommission vom Freitagabend auf 72 Prozent der Stimmen.

Sein stärkster Konkurrent, Ousainou Darboe, ein Anwalt für Menschenrechte, erhielt 17 Prozent der Stimmen. Der Drittplazierte Hamat Bah landete bei einem Stimmenanteil von elf Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 83 Prozent.

In dem kleinen westafrikanischen Gambia waren am Donnerstag 800 000 Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen. Allerdings wählt die Bevölkerung nicht mit Stimmzetteln, sondern wirft kleine Kugeln in bunte Kanister, die mit Bilder der einzelnen Kandidaten versehen sind. Das endgültige Wahlergebnis wird Anfang kommender Woche erwartet.

Jammeh gilt als umstritten, seit er vor einigen Jahren erklärt hatte, er könne Krankheiten wie Aids und Asthma durch bloßes Auflegen der Hände heilen. Er sagt zudem, er verfüge über hellseherische Fähigkeiten. Jammeh war vor 17 Jahren bei einem unblutigen Staatsstreich an die Macht gekommen.

Wahlen / Gambia
26.11.2011 · 10:13 Uhr
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