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Amok-Alarm an Berliner Schule

Polizisten an Berliner SchuleGroßansicht
Berlin (dpa) - Ein bewaffneter Mann, der am Montag die Menschen in einer Berliner Schule in Angst versetzt hat, ist gefasst. Ein Hinweis aus der Bevölkerung führte auf die Spur eines 16 Jahre alten Jugendlichen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

In einer Grünanlage nahe dem Sonderschulzentrum fanden Ermittler das Luftgewehr des Verdächtigen. Mit der Waffe war der 16-Jährige am Montag an der Schule vorbeigelaufen. So löste er einen Amok-Alarm aus: Zwei Zeugen alarmierten die Polizei. 330 Mann rückten in einem Großeinsatz an.

Einen Amoklauf hatte der 16-Jährige aber gar nicht vor, sagte eine Polizeisprecherin. Der Jugendliche sei mit dem Gewehr lediglich an der Schule vorbeigelaufen. «Er hat niemanden bedroht und war auch nicht auf dem Schulgelände.» Gegen ihn wird jetzt aber wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Der Besitz von Luftdruckgewehren sei erst mit 18 Jahren erlaubt - und auch dann dürften sie nicht für alle sichtbar getragen werden.

Wo der Jugendliche gestellt wurde, konnte die Polizei nicht sagen. Unklar ist auch, was er mit der Waffe vorhatte. Der 16-Jährige soll kein Schüler der betroffenen Schule sein, die sich inmitten einer Plattenbausiedlung befindet.

Lehrer und Schüler hatten sich aus Angst vor einer Bluttat in den Klassenräumen eingeschlossen. Erst Ende Mai hatte ein Maskierter in einem Oberstufenzentrum in Berlin einen Alarm ausgelöst. Er war mit einer Waffe vor der Schule aufgetaucht und kam am nächsten Tag mit einer Sprengstoffattrappe in seine Klasse. Der 20-Jährige konnte festgenommen werden. In der Vernehmung sagte er aus, er habe seinen Mitschülern einen Streich spielen wollen.

Kriminalität / Schulen
09.06.2010 · 15:14 Uhr
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