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Amnesty kritisiert Vodafone für Abschaltung in Ägypten

Düsseldorf (dpa) - Wegen der teilweisen Abschaltung seines Mobilfunknetzes in Ägypten ist das britische Telekommunikations-Unternehmen Vodafone scharf kritisiert worden.

«Vodafones Bereitwilligkeit, das eigene Netz abzuschalten, ist einfach unglaublich», sagte am Samstag der Generalsekretär von Amnesty International, Salil Shetty, im Gespräch mit dem «Handelsblatt».

Die Abschaltung sei «nicht nur ein Betrug an den Kunden, sondern entlarvt auch eine schockierende Geringschätzung der Meinungsfreiheit von einem der weltweit führenden Telekommunikations-Unternehmen», sagte Shetty. Vodafone habe der ägyptischen Regierung und ihrem Unterdrückungsapparat damit direkt in die Hände gespielt.

Vodafone war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Am Freitag hatte das Unternehmen erklärt, die ägyptische Regierung habe die Einstellung der Mobilfunkdienste in «ausgewählten Gebieten» angeordnet. Mit über 25 Millionen Kunden ist Vodafone einer der größten Mobilfunkanbieter in Ägypten und der einzige westliche.

Unruhen / Regierung / Ägypten
29.01.2011 · 15:58 Uhr
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