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Amnesty International kritisiert Haftbedingungen und Todesstrafe in Japan

London/Tokio (dts) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisiert die Bedingungen in japanischen Gefängnissen und fordert die Regierung auf, ein Moratorium über die Todesstrafe zu verhängen. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Organisation hervor. Demnach würden "grausame, unmenschliche und erniedrigende Zustände" in japanischen Haftanstalten erheblichen negativen Einfluss auf die Insassen nehmen. Laut dem Bericht verbringen die Gefangenen ihre gesamte Haft in nahezu vollständiger Isolation. Weiterhin sei es nicht gestattet, sich in der Zelle zu bewegen, die Zeit müsse im Sitzen zugebracht werden. Die Verurteilten lebten in ständiger Angst vor der Exekution, die ihnen erst wenige Stunden vor der Durchführung angekündigt wird. Einen großen Teil der Häftlinge trieben diese Umstände in den Wahnsinn, so Amnesty International. Momentan warten in Japan 102 Häftlinge auf ihre Hinrichtung.
Japan / Menschenrechte / Todesstrafe
10.09.2009 · 15:09 Uhr
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