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Allawi zu WikLeaks: Nicht um Iran-Angriff gebeten

Ijad AllawiGroßansicht

Berlin (dpa) - Der irakische Ex-Regierungschef Ijad Allawi hat die Veröffentlichung geheimer Dokumente durch WikiLeaks verurteilt.

Allawi, der auch in der neuen Regierung einen wichtigen Posten erhalten soll, bestritt auch Angaben aus den WikiLeaks-Berichten, wonach sein Land die USA zu einem Militärschlag gegen den Iran ermutigt habe soll. Zumindest für seine Amtszeit als irakischer Ministerpräsident von 2004 bis 2005 stimme dies nicht, sagte er am Dienstag im Deutschlandfunk.

«Solange ich im Amt war, habe ich niemanden gebeten, Iran anzugreifen. Ich weiß nicht genau, ob vielleicht andere Regierungen derartige Ansuchen gestellt haben. Jedenfalls ist mir nichts Konkretes davon bekannt», sagte Allawi in der Sendung.

Dem Iran warf Allawi in der Sendung vor, sich zunehmend in interne irakische Angelegenheiten einzumischen. Seit dem Abzug der US-Truppen aus dem Irak habe der iranische Einfluss sich immer mehr ausgeweitet. Die Situation sei nicht mehr annehmbar, sagte Allawi. Die Einmischung gehe so weit, dass Teheran die Regierungsbildung im Irak mitbestimmen wolle. «Iran hat immer wieder Veto gegen bestimmte irakische Politiker ausgesprochen, hat Drohungen ausgesprochen», sagte Allawi und fügte hinzu: «Al-Maliki genießt die Unterstützung des Iran».

Seit Monaten zieht sich die Regierungsbildung im Irak nun schon hin. Im März hatte die Bevölkerung gewählt. Allawi war mit seinem säkularen Al-Irakija-Bündnis angetreten und soll nun eine Koalition mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki bilden.

Konflikte / Internet / USA / Irak
30.11.2010 · 11:30 Uhr
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