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Al-Kaida: Keine Beteiligung an Marrakesch-Anschlag

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Nouakchott (dpa) - Das Terrornetz Al-Kaida hat Medienberichten zufolge jede Verantwortung für den Bombenanschlag in Marokko auf ein Touristen-Café in Marrakesch mit 17 Toten bestritten.

Dies geht aus einem Kommuniqué der Gruppe Al-Kaida im islamischen Maghreb (AQIM) hervor, das die mauretanische Nachrichtenagentur ANI in Nouakchott veröffentlichte.

«Wir weisen jede Beteiligung an dem Bombenanschlag zurück und versichern, nichts damit zu tun zu haben», heißt es in der Erklärung. Die Echtheit des Kommuniqués konnte zunächst nicht bestätigt werden. Der französische Auslandssender RFI wies am Sonntag jedoch darauf hin, dass die Agentur in der Vergangenheit schon häufiger Erklärungen der AQIM veröffentlicht und sich als eine zuverlässige Quelle erwiesen habe.

Bei dem Anschlag auf das bei Touristen beliebte Café «Argana» in Marrakesch waren am 28. April 16 Menschen getötet worden, darunter auch acht Franzosen und Urlauber aus anderen Ländern. Am vergangenen Freitag erlag nach Berichten der Nachrichtenagentur SDA zudem eine Schweizerin in einer Züricher Klinik ihren bei dem Anschlag erlittenen Verletzungen.

Ebenfalls am Freitag hatte der marokkanische Innenminister Taieb Cherqaoui die Festnahme dreier Verdächtiger bekanntgegeben. Unter ihnen sei auch der mutmaßliche Hauptattentäter, der die Bomben gebaut und aus der Ferne gezündet haben soll. Der Mann sei ein fanatischer Islamist, der sich selbst als Mitglied des Terrornetzwerks Al-Kaida bezeichnet habe, sagte Cherqaoui.

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ANI
Bericht RFI
Terrorismus / Marokko
08.05.2011 · 22:09 Uhr
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