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Al-Kaida bekennt sich zu Anschlägen auf Schiiten

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Istanbul (dpa) - Die Al-Kaida-Terroristen im Irak haben sich zu der jüngsten Anschlagserie gegen schiitische Zivilisten in Bagdad bekannt. Nach offiziellen Angaben waren durch den Bombenterror vom vergangenen Dienstag 64 Menschen ums Leben gekommen.

In einem Bekennerschreiben im Namen des «Informationsministeriums des Islamischen Staates im Irak», das am Freitag auf Islamisten-Websites auftauchte, werden die Anschläge als «Blutrache» bezeichnet. Schiitische Religionsgelehrte hätten die Frauen und Gefährten des Propheten Mohammed beleidigt, heißt es in darin weiter. Die Bomben vom vergangenen Dienstag seien erst der Anfang.

Der «Islamische Staat im Irak» ist ein Zusammenschluss von militanten Fanatikern, die sich zu der Ideologie des sunnitischen Terrornetzwerks Al-Kaida von Osama bin Laden bekennen. Der Al-Kaida- Ableger im Irak, dem auch zahlreiche Saudis angehören, ist gegenüber den schiitischen Muslimen noch negativer eingestellt als die Al-Kaida-Spitze.

Konflikte / Terrorismus / Irak
05.11.2010 · 10:52 Uhr
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