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Al-Baschir verabschiedet Südsudan in die Unabhängigkeit

Juba (dpa) - Der sudanesische Präsident Omar al-Baschir hat den Südsudan am Samstag in die Unabhängigkeit verabschiedet. Der einstige Kriegsgegner des Südens sicherte dem neuen Staat dabei seine Unterstützung zu.

«Der Wille der Bürger des Südens muss respektiert werden», sagte Al-Baschir bei der Unabhängigkeitsfeier in Juba. Er versicherte, die bisherige Zentralregierung in Khartum stehe an der Seite der neues Staates und sei bereit, mit Rat und Tat beim Aufbau zu helfen, sofern dies gewünscht werde.

Al-Baschir forderte US-Präsident Barack Obama auf, die Beziehungen zu Khartum nun zu normalisieren und die Sanktionen gegen den Sudan aufzuheben. Gegen Al-Baschir besteht seit 2009 ein Haftbefehl des internationalen Strafgerichtshofs wegen Kriegsverbrechen in Darfur.

Nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg hatten sich im Januar fast 99 Prozent der Südsudanesen für die Abspaltung vom Norden ausgesprochen. Der Nordsudan erkannte die Unabhängigkeit des Südens am Freitag offiziell erst im letzten Moment an.

Der neue südsudanesische Präsident Salva Kiir kündigte eine Generalamnestie für die früheren Kriegsgegner an. Der Straferlass gelte für alle, die gegen den Süden des Landes gekämpft hätten, sagte Kiir bei der Feierstunde.

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Südsudan / Unabhängigkeit
09.07.2011 · 16:03 Uhr
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