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AKW-Stresstests: Barroso unterstützt Oettinger

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Brüssel/Berlin (dpa) - Rückenwind für EU-Energiekommissar Günther Oettinger: Der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, hat Oettingers Forderung nach strengen Stresstests für Atomkraftwerke bekräftigt.

«Die Kommission dringt darauf, dass Länder, die sich für Atomstrom entschieden haben, die höchsten Sicherheitsstandards haben», sagte Barroso am Mittwoch vor einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. Er sprach sich für umfangreiche Stresstests für die 143 Atommeiler in der EU aus. Beinhalten sollen diese Tests «ein breites Spektrum an möglichen Szenarien, natürliche und menschengemachte», sagte Barroso.

Er hoffe auf eine Entscheidung am Donnerstag. Dann geht in Brüssel der Streit um Stresstests in die nächste Runde. Oettinger trifft sich mit Vertretern der Europäischen Gruppe für nukleare Sicherheit und Abfallentsorgung (ENSREG). In diesem Gremium sitzen Vertreter der 27 Mitgliedsstaaten.

Oettinger hatte sich zuletzt gegen zu lasche Untersuchungen gewehrt. Er verlangt, dass Atomkraftwerke nicht nur auf ihre Standfestigkeit bei Naturkatastrophen geprüft werden, sondern auch bei Flugzeugabstürzen, Terroranschlägen und Bedienfehlern. Vor allem Frankreich und Großbritannien aber wollen ihre AKW lediglich auf die Gefahr von Naturkatastrophen überprüfen.

Als Lehre aus dem Atomunglück in Japan hatten die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfel Ende März AKW-Stresstests angekündigt. Strittig bleiben aber vorerst die Kriterien.

EU / Energie / Atom
11.05.2011 · 12:35 Uhr
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