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+++ AKTUELLE ENTWICKLUNGEN IN LIBYEN +++

[22:31] +++ Deutsche aus Libyen zurück in Deutschland +++

Mit einem Flug der Lufthansa sind weitere Deutsche aus dem krisengeschüttelten Libyen zurückgebracht worden. Der Airbus A340-600 landete gegen 22 Uhr in Frankfurt. Zahlreiche Urlauber und Geschäftsleute wurden von ihren Angehörigen begrüßt und berichteten von den blutigen Protesten und dem politischen Chaos in dem nordafrikanischen Land.

[22:08] +++ Berlusconi telefonierte mit Gaddafi +++

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat mit dem libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi telefoniert und die blutige Gewalt in dem Land angesprochen. Dabei hat Berlusconi Gaddafi gegenüber betont, wie wichtig eine friedliche Lösung und Mäßigung sei, um die Gefahr eines Bürgerkrieges in Libyen zu vermeiden.

[21:11] +++ Clinton für «angemessene Schritte» gegen Gewalt in Libyen +++

US-Außenministerin Hillary Clinton strebt als Antwort auf die Gewalt in Libyen zusammen mit der Weltgemeinschaft «angemessene Schritte» an. Sie sagte aber nicht, ob dies auch Sanktionen gegen Tripolis beinhalte.

[20:35] +++ Lufthansa-Flug aus Libyen auf dem Weg nach Frankfurt +++

Mit rund dreistündiger Verspätung hat ein Lufthansa-Maschine mit Deutschen an Bord am Dienstagabend die libysche Hauptstadt Tripolis verlassen. Das Flugzeug wird gegen 22.00 Uhr in Frankfurt am Main erwartet.

[19:17] +++ Merkel droht Libyen mit Sanktionen +++

Kanzlerin Merkel hat Libyen bei weiterer Gewalt gegen die eigene Bevölkerung mit Sanktionen gedroht. Sie forderte das libysche Regime am Mittwoch in Berlin auf, die Gewalt gegen die eigenen Menschen sofort zu beenden. Sonst werde Deutschland sich dafür einsetzen, dass die internationale Gemeinschaft alle Möglichkeiten nutzt, Druck auszuüben - einschließlich Sanktionen. Sie nannte die Lage in Libyen in «höchstem Maße beunruhigend» und «zutiefst besorgniserregend». Die zeigte sich «sehr, sehr erschrocken» von der Rede des libyschen Diktators Muammar- Gaddafi. Dieser habe dem eigenen Volk den Krieg erklärt.

[19:02] +++ USA suchen gemeinsame Front gegen Gewalt in Libyen +++

Die USA suchen eine gemeinsame Front gegen die Gewalt in Libyen. Die internationale Gemeinschaft müsse mit einer Stimme sprechen, forderte am Dienstag der Sprecher im Weißen Haus, Jay Carney. Ziel sei die Verurteilung der Gewalt gegen Demonstranten in dem nordafrikanischen Land.

[18:45] +++ Algerien hebt Ausnahmezustand auf +++

Libyens Nachbarstaat Algerien hat den 1992 verhängten Ausnahmezustand aufgehoben. Das beschloss der Ministerrat am Dienstag in Algier. Aus Angst um den Verlust seiner Macht hatte Präsident Abdelaziz Bouteflika die Maßnahme Anfang des Monats angekündigt. Er kam damit einer Hauptforderung der Regimegegner nach.

[18:41] +++ Griechenland und China wollen 15 000 Chinesen aus Libyen herausholen +++

Die griechische Regierung will in Kooperation mit China rund 15 000 Chinesen aus Libyen herausholen. Vier griechische Fähren würden zwischen Tripolis und der Mittelmeerinsel Kreta pendeln, um Chinesen, aber auch Bürger anderer Staaten in Sicherheit zu bringen, teilte am Dienstag das griechische Ministerium für Bürgerschutz mit. Zwei Fähren sollten am Dienstagabend nach Tripolis auslaufen. Bereits am Nachmittag war ein griechischer Frachter in den kleinen libyschen Hafen von Ras Lanuf eingelaufen, um griechische Bürger abzuholen.

[18:38] +++ Briten verlegen Kriegsschiff vor die Küste Libyens +++

Großbritannien hat ein Kriegsschiff in die internationalen Gewässer nahe Libyen beordert. Die Fregatte HMS Cumberland sei vom östlichen Mittelmeer in die Nähe Libyens geholt worden, sagte der britische Außenminister William Hague am Dienstag in London. Er sprach von einer Vorbereitung für den Fall, «dass sie angefordert wird, um eine Rolle bei der Hilfe für britische Bürger zu spielen».

[18:32] +++ Spanien beruft Krisenkabinett ein +++

Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hat wegen der Unruhen in Libyen ein Krisenkabinett einberufen. Wie am Dienstag aus Madrider Regierungskreisen verlautete, sollte auf der Sitzung unter anderem über die Auswirkungen der Libyen-Krise auf die Versorgung Spaniens mit Erdöl und Erdgas beraten werden.

[18:22] +++ Gaddafi beendet Rede mit «Revolution, Revolution» +++

Staatschef al-Gaddafi, der seit Jahrzehnten den Titel Revolutionsführer trägt, beendete seine Rede mit den Worten «Revolution, Revolution». Anschließend fuhr er davon, begleitet von einigen Dutzend Getreuen, die neben seinem Auto herliefen. Einige von ihnen trugen Waffen und Uniformen.

[18:05] +++ Gaddafi fordert Bürger zur Unterstützung auf +++

Muammar al-Gaddafi hat die Bürger seines Landes aufgefordert, an diesem Mittwoch für ihn zu demonstrieren. «Geht alle auf die Straße», sagte er in einer Ansprache im staatlichen Fernsehen.

[17:44] +++ Gaddafi: Innenminister Junis von Aufständischen getötet +++

Der libysche Oberst Muammar al-Gaddafi sagte am Dienstagabend im staatlichen Fernsehen, Aufständische hätten in der östlichen Stadt Bengasi den Innenminister Abdulfattah Junis getötet.

[17:24] +++ Libysches Schiff nähert sich Malta +++

Ein libysches Schiff scheint sich Malta zu nähern, vermutlich mit desertierenden Soldaten an Bord. Das sagte ein maltesischer Regierungsbeamter am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Valletta. Er konnte keine genaue Zahl der Besatzungsmitglieder an Bord nennen. Das Schiff dürfte noch am Dienstag Malta erreichen, 24 Stunden nachdem zwei libysche Piloten mitten in den Unruhen und der blutigen Gewalt gegen Regimegegner in Libyen mit ihren Kampfflugzeugen nach Malta desertiert waren.

[17:00] +++ Gaddafi: Verräter beschädigen das Image von Libyen +++

Ein vor Wut schreiender Muammar al-Gaddafi hat am Dienstag in einer Fernsehansprache versucht, die Bürger seines Landes doch noch auf seine Seite zu ziehen. Gaddafi, der von einem halb zerstörten Gebäude aus sprach, sagte: «Verräter beschmutzen das Image Eures Landes vor der ganzen Welt.» Er rief: «Muammar al-Gaddafi ist kein Präsident, er ist der Führer der Revolution..(...) Dies ist mein Land, das Land meiner Großväter und eurer Großväter.»

[16:18] +++ Menschenrechtsliga: Leichenhalle für 450 Tote in Tripolis +++

Die libyschen Behörden bereiten sich angesichts der anhaltenden Unruhen offenbar auf weitere Tote vor. Nach Erkenntnissen des Internationalen Verbands der Menschenrechtsligen (FIDH) in Paris wurde am größten Krankenhaus der Hauptstadt Tripolis eine Leichenhalle für 450 Tote eingerichtet. Dem TV-Sender BFM sagte FIDH-Präsidentin Souhayr Belhassen am Dienstag, eine Schule sei eigens für diese Zwecke umgewidmet worden. Ihre Erkenntnisse stützen sich auf Angaben der nationalen Menschenrechtsliga.

[16:09] +++ Drei Sondermaschinen holen Deutsche heim +++

In der libyschen Hauptstadt Tripolis sind drei Sondermaschinen gelandet, um Bundesbürger nach Deutschland zurückzuholen. Wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte, sollen die beiden Transall-Militärtransporter sowie der Airbus der Lufthansa noch im Lauf des Dienstags zurückfliegen. Erwartet wurde, dass der Großteil der etwa 400 Bundesbürger, die sich noch in Libyen aufhielten, ausreisen wollten. Die Lufthansa richtete am Flughafen einen Sonderschalter ein, um die Aktion zu koordinieren.

[15:34] +++ Gaddafi will angeblich «Reformen» ankündigen +++

Nach einer Woche blutiger Unruhen will der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi nun angeblich «große Reformen» ankündigen. Das meldete der Nachrichtensender Al-Arabija am Dienstag. Oberst Gaddafi werde seine Pläne bald in einer Fernsehansprache erläutern, hieß es. Mehrere Städte Libyens sind der Kontrolle von Gaddafi und seinen Getreuen bereits entglitten. In Tripolis sollen afrikanische Söldner die Bevölkerung terrorisieren.

[15:18] +++ Repsol stellt Ölförderung in Libyen vorerst ein +++

Aufgrund der Unruhen in Libyen hat der größte spanische Mineralölkonzern Repsol YPF seine Aktivitäten in dem nordafrikanischen Land vorerst eingestellt. Wie ein Konzernsprecher am Dienstag in Madrid mitteilte, ist das Unternehmen derzeit darum bemüht, die Sicherheit seiner Beschäftigten zu garantieren. Aus Wirtschaftskreisen verlautete, Repsol YPF habe bereits damit begonnen, Mitarbeiter außer Landes zu bringen. Der Konzern förderte nach den jüngsten verfügbaren Zahlen in Libyen im Jahr 2009 pro Tag knapp 35 000 Barrel Öl. Dies entspricht 3,8 Prozent der weltweiten Gesamtproduktion von Repsol YPF.

[14:30] +++ Griechenland schickt Frachter in den Hafen von Ras Lanuf +++

Ein griechischer Frachter ist am Dienstag in den kleinen libyschen Hafen von Ras Lanuf eingelaufen, um von dort griechische Bürger abzuholen. Das Schiff «Minerva Antonia» wird nach Angaben des griechischen Außenministeriums bis Mittwoch im Hafen warten, um so viele Menschen wie möglich aus Libyen in Sicherheit zu bringen. Dutzende griechische und griechisch-zyprische Arbeiter und Techniker sind seit Tagen in abgelegenen Orten in der libyschen Wüste abgeschnitten, berichtete das griechische Radio. Sie arbeiteten dort bei verschiedenen Infrastrukturprojekten.

[14:21] +++ Ashton ruft libysche Armee zur Zurückhaltung auf +++

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton rief die libysche Armee zur Zurückhaltung auf. «Wir fordern die libysche Armee auf, nicht gegen die eigenen Bürger gewaltsam vorzugehen», sagte die Sprecherin Ashtons in Brüssel. Am Montag hatten die EU-Außenminister bereits die Eskalation der Gewalt in dem nordafrikanischen Land verurteilt.

[14:09] +++ Ägypten richtet Luftbrücke nach Libyen ein +++

Die ägyptische Regierung hat am Dienstag eine Luftbrücke nach Libyen eingerichtet, um dort lebende Landsleute in die Heimat zu holen. Am Mittag startete nach Angaben eines Behördensprechers vom Flughafen Kairo aus eine erste zivile Maschine nach Tripolis. Im Laufe des Tages sollten noch fünf weitere Maschinen der staatlichen Gesellschaft EgyptAir sowie zwei Militärflugzeuge nach Tripolis und Sirte aufbrechen. Es wird geschätzt, dass sich vor Beginn der Unruhen etwa 1,5 Millionen Ägypter in Libyen aufhielten. Die meisten von ihnen sind Gastarbeiter. Es blieb zunächst unklar, ob die Libyer den Ägyptern Landeerlaubnis erteilen.

[13:30] +++ Frankreich schickt drei Militärflugzeuge zur Rettung seiner Staatsbürger +++

Frankreich hat am Dienstag drei Militärflugzeuge nach Tripolis entsandt, um seine Staatsbürger aus Libyen auszufliegen. Nach Angaben des französischen Außenministerium halten sich derzeit noch 500 bis 550 Franzosen in Libyen auf.

[12:57] +++ Gaddafi angeblich in Kaserne verschanzt +++

Staatschef Gaddafi soll sich in einer Kaserne in Tripolis verschanzt haben. Der abtrünnige Diplomat Abdulmoneim al-Honi sagte der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag in einem Telefoninterview: «Er ist jetzt in Bab al-Asisijah. Das Gelände dort ist sechs Quadratkilometer groß. Außer diesem Stützpunkt gibt es jetzt nur noch zwei Kasernen, die von Gaddafi und seinen Anhängern gehalten werden.» Al-Honi hatte Anfang dieser Woche aus Protest gegen die Gewalt des Regimes seinen Dienst als Vertreter Libyens bei der Arabischen Liga in Kairo quittiert. Eine der noch von Gaddafi-Getreuen kontrollierten Militärstützpunkte sei die Al-Saadi-Kaserne östlich von Sirte, der Geburtsstadt des Staatschefs. «Der Rest des Landes wird jetzt von der Jugend kontrolliert», sagte Al-Honi. Zu dem Video, das Gaddafi in der Nacht zum Dienstag im Staatsfernsehen ausstrahlen ließ, erklärte Al-Honi lachend: «Das war mal wieder eine Merkwürdigkeit aus dem Schatz der Merkwürdigkeiten von Gaddafi.»

[12:42] +++ Opposition: 560 Menschen getötet, 1400 vermisst +++

Seit Beginn der Unruhen in Libyen sind in dem nordafrikanischen Land nach Schätzungen der Opposition mehr als 560 Menschen getötet worden. Der Nachrichtensender Al-Arabija meldete am Dienstag weiter, etwa 1400 Menschen würden noch vermisst.

[12:40] +++ Westerwelle droht mit Sanktionen +++

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat der libyschen Staatsführung mit Sanktionen gedroht, falls die Gewalt gegen Demonstranten nicht sofort beendet wird. Nach Angaben aus Regierungskreisen vom Dienstag in Berlin wird unter anderem an ein Einreiseverbot gegen Mitglieder der Familie von Staatschef Muammar al-Gaddafi sowie an das Einfrieren von Vermögenswerten der libyschen Regierung im Ausland gedacht. Westerwelle empfahl allen Deutschen, die sich noch in Libyen aufhalten, die sofortige Ausreise. Dazu seien eine Sondermaschine der Lufthansa sowie zwei Transall-Militärtransporter der Bundeswehr nach Tripolis unterwegs.

[12:23] +++ Botschafter in Indien und Bangladesch legen Ämter nieder +++

Das libysche Botschafter-Corps dünnt sich weiter aus. Nach dem Rücktritt libyscher UN-Diplomaten in New York haben auch die Botschafter des Landes in Indien und Bangladesch ihre Ämter niedergelegt. Dies geschah aus Protest gegen die gewaltsamen Übergriffe des Regimes auf Demonstranten. Die indische Zeitung «The Indian Express» berichtete am Dienstag, Botschafter Ali al-Essawi habe das Außenministerium in Neu Delhi am Vorabend über seine Entscheidung unterrichtet. Er sei «schockiert» über die Tötungen in seiner Heimat und wolle nun aus Indien in einen sicheren Drittstaat ausreisen. Libyens Botschafter im Nachbarland Bangladesch habe ebenfalls seinen Rücktritt erklärt, berichtete die Zeitung «Prothom Alo» am Dienstag unter Berufung auf Regierungskreise in Dhaka.

[12:11] +++ Türkei schickt weitere Schiffe zur Rettung ihrer Staatsbürger +++

Die türkische Regierung schickt zur Rettung ihrer Staatsbürger aus Libyen weitere Schiffe über das Mittelmeer. Die beiden Schiffe sollten am Dienstag und Mittwoch ablegen, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Zwei große türkische Fähren sind bereits in Begleitung eines Kriegsschiffes unterwegs an die Küste Nordafrikas. In Libyen halten sich insgesamt etwa 25 000 Türken auf, viele als Mitarbeiter türkischer Baufirmen. Ein Ingenieur berichtete der türkischen Tageszeitung «Radikal» unterdessen über eine dramatische Lage von etwa 3500 Türken, die in einem Sportstadion in der libyschen Stadt Bengasi auf Rettung warten. Die Türken seien unter Kontrolle einer Miliz der Aufständischen, erklärte der Mann in einem Telefongespräch. Die Landsleute müssten um ihr Leben fürchten, hieß es.

[11:21] +++ Lufthansa holt Deutsche mit Sondermaschine ab +++

Mit einer Sondermaschine holt die Lufthansa am Dienstag Deutsche aus Libyen zurück. Der Airbus A340-600 könne rund 300 Passagiere mit nach Frankfurt bringen, sagte Lufthansa-Sprecher Thomas Jachnow. Die Maschine, die am 11.35 Uhr nach Tripolis starten sollte, wird gegen 19.15 Uhr in Frankfurt zurückerwartet. Normalerweise setzt die Lufthansa auf der Strecke einen A 320 ein, der nur rund 180 Passagieren Platz bietet. Das nordafrikanische Land wird von bürgerkriegsähnlichen Unruhen erschüttert.

[11:00] +++ Privatjet Landeerlaubnis verweigert +++

Die libanesischen Behörden haben einem libyschen Privatjet mit zehn nicht identifizierten Personen an Bord die Landeerlaubnis verweigert. Wie Flughafensprecher in Beirut erklärten, hatten die Libyer in der Nacht zum Dienstag kurz vor dem Start der Maschine angefragt. Da sie sich aber geweigert hätten, die Namen der Passagiere zu nennen, sei die Erlaubnis nicht erteilt worden. Deshalb sei der Privatjet umgeleitet worden und vermutlich nach Syrien oder Zypern geflogen.

[10:49] +++ ««Wir fühlen uns jetzt wieder sicherer» +++

In einigen Vierteln von Tripolis kehrte am Dienstag wieder Ruhe ein. «Wir fühlen uns jetzt wieder sicherer. Das Geschehen hat sich weiter weg verlagert», sagte ein Wachmann, der im Al-Andalus-Viertel arbeitet, in dem auch einige internationale Firmen ihren Sitz haben. Zum Teil waren die Bewohner der Hauptstadt telefonisch zu erreichen. Mobiltelefone funktionierten jedoch zumeist nicht.

[10:47] +++ OIC verurteilt Gewalt gegen Zivilisten in Libyen +++

Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) hat die maßlose Gewalt gegen Zivilisten in Libyen verurteilt. Der Generalsekretär der Organisation, der Türke Ekmeleddin Ihsanoglu, rief die libysche Führung am Dienstag auf, einen friedlichen Dialog mit politischen Gegnern zu beginnen und ein Blutvergießen zu vermeiden. Unterdrückung und Einschüchterung in Libyen widerspreche islamischen Werten und den Regeln der Menschlichkeit, hieß es in der Erklärung, die am Sitz der Organisation in Dschidda verbreitet wurde. Der OIC gehören 57 islamische Länder an.

[10:37] +++ China besorgt wegen Libyen - Firmen geplündert +++

Chinas Regierung hat sich «sehr besorgt» über die Entwicklung in Libyen geäußert. Einige chinesische Staatsbürger seien bei den Unruhen verletzt und chinesische Firmen «von Gangstern» geplündert worden, berichtete der Sprecher des Außenministeriums, Ma Zhaoxu, am Dienstag in Peking. «China hofft, dass Libyen die soziale Stabilität und Normalität sobald wie möglich wiederherstellen kann.» Auf Journalistenfragen, ob China wie andere Länder die Gewalt von Teilen der libyschen Streitkräfte gegen das eigene Volk verurteile, ging der Sprecher nicht ein.

[09:32] +++ Türkei fürchtet um Milliarden-Projekte in Libyen +++

Wegen der schweren Unruhen in Libyen fürchtet die türkische Wirtschaft nun um Aufträge in Milliardenhöhe. In dem nordafrikanischen Land seien mehr als 200 türkische Unternehmen aktiv, die Projekte im Umfang von 15 Milliarden US-Dollar (rund 11 Milliarden Euro) betreuten, berichtete die türkische Tageszeitung «Sabah» am Dienstag. Bisher wurden nach Angaben vom Montag mindestens 14 türkische Großbaustellen geplündert oder teilweise in Brand gesetzt. Diese Baustellen allein hätten einen Auftragswert in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar, berichtet die Zeitung weiter. Zudem beliefen sich bereits jetzt die vom libyschen Regime nicht bezahlten Rechnungen auf etwa eine Milliarde US-Dollar.

[07:55] +++ Libyen-Krise treibt Ölpreise weiter in die Höhe +++

Die Sorge vor Produktionsausfällen in Libyen hat die Ölpreise am Dienstag erneut kräftig in die Höhe getrieben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur April-Lieferung kostete im frühen Handel 107,60 US-Dollar. Das waren 1,86 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) legte ebenfalls deutlich auf 93,48 Dollar zu. Mit 94,49 Dollar war der US-Ölpreis zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Oktober 2008 gestiegen. Der Markt ist laut einem Analysten sehr nervös mit Blick auf die Gewalt in Libyen. Das treibe die Ölpreise in die Höhe. Ein einflussreicher Stammesführer hatte damit gedroht, die Öllieferungen in den Westen binnen 24 Stunden einzustellen, sollte die Gewalt gegen die Aufständischen nicht aufhören. Zahlreiche Firmen ziehen ihre Mitarbeiter ab. Das OPEC-Mitglied Libyen produziert täglich rund 1,6 Millionen Barrel Rohöl.

[04:49] +++ UN-Sicherheitsrat berät über Libyen +++

Die Lage in Libyen ruft den UN-Sicherheitsrat auf den Plan. Das höchste Gremien der Vereinten Nationen kommt am heutigen Dienstag zu einer Sitzung zusammen. Das teilten die Vereinten Nationen in der Nacht mit. Das Treffen soll um 9.00 Uhr (Ortszeit/15.00 Uhr MEZ) beginnen. Generalsekretär Ban Ki Moon sei «schockiert» über Berichte, dass Demonstranten aus Kampfflugzeugen und Hubschraubern beschossen worden seien. Falls sich dies als wahr herausstelle, bedeutete das eine schwere Verletzung internationaler Rechte. Ban rief erneut zum Ende der Gewalt auf, hieß es in einer anderen UN-Mitteilung.

[03:48] +++ Unruhen in Libyen belasten Tokios Börse +++

Die Unruhen in Libyen haben am Dienstagvormittag den Handel an der Börse in Tokio belastet. Der Nikkei-Index für 225 führende notierte zur Handelsmitte einen deutlichen Verlust von 213,15 Punkten oder 1,96 Prozent beim Zwischenstand von 10 644,38 Punkten. Der breit gefasste Topix büßte bis dahin um 17,46 Punkte oder 1,79 Prozent auf 957,17 Zähler ein. Der Dollar wurde im frühen Geschäft leichter mit 83,07-08 Yen gehandelt nach 83,12-13 Yen am späten Vortag. Der Euro notierte zum Yen leichter mit 113,66-67 Yen nach 113,72-76 Yen am späten Vortag. Zum Dollar lag er stetig bei 1,3681-85 Dollar nach 1,3681-82 Dollar am späten Vortag.

[01:54] +++ Gaddafi: «Ich bin in Tripolis»

Erstmals seit Beginn der Unruhen in seinem Land hat sich der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi zu Wort gemeldet. Im Staatsfernsehen sagte er in der Nacht zum Dienstag: «Ich bin in Tripolis und nicht in Venezuela.» Er trat damit Spekulationen entgegen, wonach er Libyen bereits verlassen haben soll. Sonst sagte Gaddafi, der in einem Auto sitzend gezeigt wurde, nichts. Am Vorabend hatte sein Sohn Seif al-Islam die Libyer gewarnt, falls sie ihre Proteste fortsetzen sollten, drohe ein Bürgerkrieg. Der Nachrichtensender Al-Arabija meldete, es sei der Befehl erteilt worden, Bengasi in den nächsten Stunden aus der Luft anzugreifen. Bengasi ist nach der Hauptstadt Tripolis die zweitgrößte Stadt Libyens. Dort hatte der Aufstand gegen Gaddafi begonnen.

Unruhen / Ägypten / Libyen
22.02.2011 · 22:36 Uhr
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