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Airbus-Absturz: Neue Vorwürfe gegen Air France

Paris (dts) - Die Fluggesellschaft Air France sieht sich mit neuen Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Airbus A330 konfrontiert, der am Pfingstmontag über dem Atlantik abgestürzt ist. Die Ingenieure der Fluggesellschaft waren demnach bereits viel früher als bisher bekannt über die Mängel der Geschwindigkeitssensoren ("Pitotrohre") informiert, die als eine mögliche Ursache des Unfalls gelten. Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" zitiert in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe aus einer Technischen Note der Fluggesellschaft vom 20. August 2008, die sich mit sieben Zwischenfällen von Air-France-Airbussen befasst. In all diesen Fällen, allesamt aus dem Jahr 2008, hatten Pitotrohre wegen Vereisung eine falsche Geschwindigkeit angegeben. "Operative Auswirkungen", etwa ein sofortiger Austausch der Pitotrohre, werden in der Note jedoch abgelehnt – und dies, obwohl die Air-France-Ingenieure ausdrücklich vermerken, dass es zu den anfälligen Rohren eine Alternative gebe: Messfühler einer neuen Generation, so heißt es dort, "korrigieren Probleme durch verstärkte Wasserabscheidung". Unverzüglich auszutauschen brauche man die alten Sensoren trotzdem nicht. Empfohlen wird dies "nur, wenn die alten versagen". Die US-Flugunfallbehörde NTSB ermittelt derweil in weiteren Fällen, in denen bei Airbus- und auch bei Boeing- Modellen die Geschwindigkeitsmesser versagt haben. Der jüngste Vorfall betrifft eine Maschine der Northwest Airlines vom 23. Juni auf dem Flug von Hongkong nach Tokio.
Frankreich / Flugverkehr
27.06.2009 · 14:59 Uhr
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