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Aigner will Banken zu besserer Beratung zwingen

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Hamburg (dpa) - Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) will die Bankenbranche mit staatlichen Maßnahmen zu besserer Kundenberatung zwingen. «Die jüngsten Fälle eklatanter Falschberatung zeigen: Ohne gesetzliche Regelungen und ohne stärkere Kontrolle geht es nicht».

Es bleibe ihr Ziel, mit den Unternehmen gemeinsam eine rasche Reform der Anlageberatung zu entwickeln, sagte Aigner dem «Hamburger Abendblatt». «Doch wenn die Banken nicht freiwillig ihre Beratung verbessern und für mehr Transparenz sorgen, dürfen sie sich nicht wundern, dass der Staat einschreitet.»

Nach Ansicht Aigners bedarf es klarer Regeln, «um private Anleger besser vor vermeidbaren Verlusten und Falschberatung zu schützen». «Die Haftung für Produkte und Vertrieb muss verschärft, die Anforderungen an Berater und Vermittler müssen erhöht werden.» Wie die Ministerin betonte, hätten die Banken als Konsequenz aus der Lehman-Pleite zugesagt, «ihre Standards zu überprüfen und die Beratung grundlegend zu verbessern». Die Wirklichkeit sehe anders aus, so die CSU-Politikerin. «Noch immer wird versucht, gutgläubigen Kunden riskante Finanzprodukte anzudrehen. Viele Kunden fühlen sich nicht beraten, sondern verkauft.»

Bundesregierung / Banken
15.12.2009 · 11:02 Uhr
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