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Aigner verteidigt EHEC-Informationspolitik

Ilse Aigner.Großansicht

Berlin (dpa) - Verbraucherministerin Ilse Aigner hat die Hamburger Gesundheitsbehörden gegen ausländische Kritik am Krisenmanagement während der EHEC-Epidemie in Schutz genommen. «Es wurden ja EHEC-Erreger auch auf spanischen Gurken gefunden.

Deshalb musste nach den europäischen Regularien dazu auch eine Schnellwarnung abgesetzt werden», sagte die CSU-Politikerin am Mittwoch im ZDF-«Morgenmagazin». Die Hamburger Kollegen hätten sich «wirklich gut verhalten».

Spanien hatte die Informationspolitik kritisiert und Entschädigungen für Landwirte verlangt. Am Dienstag war bekanntgeworden, dass spanische Gurken entgegen erster Annahmen nicht die Quelle der aktuellen Erkrankungswelle waren.

Die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass Salatgurken aus Spanien als Träger der gefährlichen Darmkeime identifiziert wurden. Die Hamburger Experten hätten zwar EHEC-Erreger gefunden - die Proben zeigten jedoch keine Übereinstimmung mit dem grassierenden Erreger des Typs O104, sagte Prüfer-Storcks am Dienstag.

Die Suche nach der tatsächlichen Quelle beginnt nun von vorne. «Man kann derzeit gar nichts ausschließen», erklärte Aigner. Die Lieferwege müssten zurückverfolgt, Lieferlisten ausgewertet werden. Schnellstmöglich diesen Weg nachzuvollziehen, habe höchste Priorität.

Gesundheit / Infektionen
01.06.2011 · 11:19 Uhr
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