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Ahmadinedschad sorgt für Eklat bei Uno-Vollversammlung

New York (dts) - Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat mit seiner israelfeindlichen Rede bei der Uno-Vollversammlung in New York für ein Eklat gesorgt. Er nannte das Vorgehen Israels gegen die Palästinenser "Völkermord". Zudem warf er den Israelis vor, die internationale Politik zu dominieren. Zahlreiche Teilnehmer, darunter auch die deutsche, britische, französische und italienische Delegation, verließen noch während seiner Rede aus Protest den Saal. Israel hatte die Sitzung bereits im Vorfeld boykottiert. Eine Sprecherin der deutschen Uno-Botschaft bezeichnete die Rede als "inakzeptabel antisemitisch", man habe deshalb den Saal verlassen. Auf den Atomstreit ging der iranische Präsident nicht ein und die stark umstrittenen Präsidentschaftswahlen bezeichnete er als "glorreich und voll demokratisch". Russlands Staatschef Dmitri Medwedew schloss indes nach einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama Sanktionen gegen den Iran nicht mehr aus. Auch die fünf Uno-Vetomächte und Deutschland erwarten bei den Gesprächen am 1. Oktober in Genf "ernsthafte Antworten" von Teheran, so der britische Außenminister David Miliband. Zuvor hatte der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi mit seinem "Terrorismus"-Vorwurf gegen den Sicherheitsrat und dem Zerreißen der Uno-Charta bereits für Aufregung auf der Vollversammlung gesorgt.
USA / Iran / UN
24.09.2009 · 08:59 Uhr
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