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Ahmadinedschad nennt Holocaust "ein Märchen"

Irans Präsident Ahmadinedschad hat erneut den Holocaust bestritten.Großansicht
Teheran (dpa) - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat den Holocaust am Freitag erneut bestritten. Der Holocaust sei «eine falsche Behauptung, ein Märchen, das als Vorwand für Verbrechen gegen die Menschheit» missbraucht werde.

Das sagte Ahmadinedschad bei einer anti-israelischen Kundgebung zum sogenannten Al-Kuds-Tag. Al Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. Falls die Europäer aber so ein Verbrechen begangen haben sollten, dann sollten sie den Juden auch «in Europa, Amerika oder Kanada» Land schaffen. «Warum sollen die Palästinenser wegen eines Vorfalls leiden, an dem sie nicht beteiligt waren?», fragte der iranische Präsident.

Zuvor hatte Ahmadinedschad erneut den Anspruch seines Landes auf die friedlichen Nutzung der Atomenergie bekräftigt. Zugleich trat er Befürchtungen entgegen, dass unter dem Deckmantel des Nuklearprogramms heimlich auch an Atomwaffen gearbeitet werde. Solche Waffen «sind nicht Teil unserer Programme und Pläne», sagte Ahmadinedschad in einem am Donnerstag veröffentlichen Interview des US-Senders NBC. «Wir brauchen solche Waffen nicht.» Explizit ausschließen wollte er die Entwicklung solcher Waffen im Iran für alle Zeit allerdings nicht.

Unnachgiebig zeigte sich Ahmadinedschad gegenüber Forderungen der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und der USA, die Urananreicherung einzustellen. Die Anreicherung zu friedlichen Zwecken «wird hier im Iran niemals aufgegeben», sagte er.

Konflikte / Iran
18.09.2009 · 11:11 Uhr
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