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Ahmadinedschad: Israel wird bald zur Hölle fahren

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Teheran (dpa) - Der iranische Staatschef Mahmud Ahmadinedschad hat den Westen zur Einstellung aller Unterstützung für Israel aufgefordert, da Israel «bald zur Hölle fahren» werde.

«Der Boden ist vorbereitet, damit das zionistische Regime bald zur Hölle fährt, und jedes Land, das dieses Regime unterstützt, wird es auf dem Weg in die Hölle begleiten», sagte Ahmadinedschad am Sonntag in einer Rede in Ardebil im Nordwesten des Landes.

Ahmadinedschad ist für scharfe verbale Attacken gegen Israel bekannt. Zum einen bezeichnete er den Holocaust als «Märchen», bei anderer Gelegenheit unterstellte er Israel, an Palästinensern einen Holocaust zu verüben. Auch hatte er einmal vorgeschlagen, Israel einfach nach Kanada oder Alaska «umzusetzen».

Mit Blick auf die für November geplanten internationalen Atomgespräche ist der Iran nicht zu Kompromissen bereit. «Wir begrüßen zwar die Gespräche, aber die andere Seite soll nicht glauben, dass wir aus einer Position der Schwäche wegen der Sanktionen (gegen Teheran) verhandeln», so Ahmadinedschad. «Niemand im Iran ist bereit, auch nur den geringsten Kompromiss in Bezug auf unsere Atomprogramme einzugehen.»

Im internationalen Atomstreit hat Teheran vor kurzem eingelenkt und auf Einladung der EU neuen Gesprächen mit der Sechsergruppe - die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats plus Deutschland - zugestimmt.    

Die Weltgemeinschaft verdächtigt den Iran, mit seinem Nuklearprogramm auch den Bau von Atomwaffen anzustreben. Teheran bestreitet dies. Der UN-Sicherheitsrat hat mehrfach Sanktionen gegen den Iran beschlossen, um die Regierung zur Einhaltung der UN-Resolutionen und der Beschlüsse der Wiener Atomenergieorganisation IAEA zu bewegen.

Konflikte / Iran / Israel
17.10.2010 · 12:36 Uhr
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