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Ahmadinedschad fordert Wahrheit über 11. September

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Juni 2010 auf einer Pressekonferenz in TeheranGroßansicht

Teheran (dpa) - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat den USA vorgeworfen, den Holocaust und die Anschläge vom 11. September 2001 zur Unterdrückung der islamischen Welt zu missbrauchen.

Die USA würden die Wahrheit vertuschen, sagte Ahmadinedschad zur Eröffnung einer internationalen Konferenz gegen Terrorismus in Teheran am Samstag. Die Amerikaner nutzten beide Ereignisse als Vorwand, um Druck auf die muslimische Welt auszuüben und riesige wirtschaftliche Vorteile aus der Verbreitung von Panik zu ziehen.

Man müsse die wahre Dimension der Judenvernichtung im Zweiten Weltkrieg und der Anschläge von New York und Washington darstellen, sagte der iranische Präsident. «Doch die USA erlauben das nicht. Wenn man den Terrorismus wirksam bekämpfen wolle, müsse man seine Wurzeln freilegen.» Die USA würden die Lage nur verschlimmern. «Es gibt Terrornetze mit Tausenden Mitgliedern und Sympathisanten und es liegt in der Pflicht der islamischen Länder, diese Gruppen ohne ausländische Einmischung zu bekämpfen.»

An der zweitägigen Gipfelkonferenz in Teheran nehmen Vertreter von rund 80 Staaten und internationalen Organisationen teil. Die Präsidenten Afghanistans, Pakistans, des Iraks und Tadschikistans riefen wie Ahmadinedschad alle islamischen Staaten auf, gemeinsam den Terrorismus zu bekämpfen.

Der afghanische Präsident Hamid Karsai zeichnete ein pessimistisches Bild vom Hindukusch. «Trotz aller Bemühungen, die Bildung und die Infrastruktur zu verbessern, breitet sich der Terrorismus in meinem Land aus. Das macht die terroristische Bedrohung in meinem Land größer denn je und hält uns fern von Frieden und Sicherheit», sagte Karsai. «Es ist eine Schande, dass der Islam von einigen Gruppen missbraucht wird, und alle islamischen Länder sollten ernsthaft versuchen, das Bild des Islams zu korrigieren, der eine Religion des Friedens und der Freundschaft ist.»

Der Iran wirft den USA und ihren westlichen Verbündeten vor, mit ihrer Militärpräsenz die Sicherheitslage in Afghanistan und im Irak zu verschlimmern. Der Terrorismus werde am wirksamsten bekämpft, wenn die fremden Truppen die Region verließen und die betroffenen Staaten sich selbst um ihre Sicherheit kümmerten.

Der sudanesische Präsident Omar al-Baschir warf Washington vor, die eigene Rolle im Terrorismus zu vergessen. «Die USA versuchen diejenigen als Schuldige zu präsentieren, die selbst Opfer der Unterdrückung sind.» Al-Baschir nahm an der Konferenz teil, obwohl er wegen Kriegsverbrechen international gesucht wird und sich vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag verantworten soll. Anschließend wollte er von Teheran zu einem offiziellen Besuch nach Peking weiterfliegen.

Terrorismus / Gipfel / Iran
25.06.2011 · 12:17 Uhr
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