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Ahlhaus: Herbe Niederlage für die CDU

Hamburgs Erster Bürgermeister und Spitzenkandidat der CDU, Christoph Ahlhaus und seine Ehefrau Simone.Großansicht

Hamburg (dpa) - Der abgewählte Hamburger Bürgermeister Christoph Ahlhaus hat die Niederlage seiner Partei eingestanden. «Diese Stunde ist schmerzhaft für die CDU und sie reißt uns in Ratlosigkeit», sagte Ahlhaus vor seinen Parteifreunden und Wahlhelfern.

An der herben Niederlage für die CDU gebe es nichts zu beschönigen. Ahlhaus gratulierte der SPD und seinem Herausforderer Olaf Scholz, der nun eine Regierung im Sinne der Stadt bilden müsse. «Die schwarz-grüne Koalition zu versuchen, war richtig, und sie hat auch zweieinhalb Jahre gut gearbeitet», sagte er. «Falsch war es, dem Koalitionspartner zu viele Zugeständnisse zu machen, die unsere Wähler nicht mehr verstanden haben. Das rächt sich auch heute.»

Nach Ansicht des Staatsministers im Bundeskanzleramt, Eckart von Klaeden, ist das Wahlergebnis für seine Partei, die CDU, «ein Schlag ins Kontor». Für die CDU auf Bundesebene werde dies aber keine Konsequenzen haben, sagte von Klaeden in der ARD. Es sei bei dieser Wahl vor allem um Hamburger Themen gegangen.

Der Hamburger CDU-Partei- und Fraktionschef Frank Schira hat mit großer Enttäuschung auf den Absturz seiner Partei bei der Bürgerschaftswahl reagiert. «Es ist ein schlechtes Ergebnis, wir haben eine Oppositionszuordnung bekommen vom Wähler, das ist vollkommen klar», sagte Schira nach der Prognose im NDR Fernsehen.

«Natürlich bin ich auch traurig über dieses Ergebnis wie viele meiner Parteifreunde. Aber die Niederlage muss angenommen werden.» Schira blickte nach vorn: «Wir sind in der Opposition, um eben dann uns neu zu finden, um 2015 wieder christliche Demokraten in Regierungsverantwortung in Hamburg zu bekommen.»

Wahlen / Bürgerschaft / Hamburg
20.02.2011 · 19:07 Uhr
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