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Afghanistan: Tote bei Protesten nach Koran-Verbrennung

Kabul (dts) - Nach der Koran-Verbrennungen auf dem US-Stützpunkt Bagram ist es bei Protesten in der afghanischen Hauptstadt Kabul und weiteren Städten zu schweren Ausschreitungen gekommen. Dabei wurden nach Angaben der Behörden acht Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt. Die Demonstranten griffen lokalen Medienberichten zufolge Polizeibeamte mit Steinen an.

Außerdem seien Geschäfte und Fahrzeuge angezündet worden, teilweise wurde auf die Polizei geschossen. In Dschalalabad setzten Studenten ein Bild von US-Präsident Barack Obama in Brand. Die Internationale Schutztruppe ISAF hatte zuvor eingeräumt, dass Soldaten in Bagram muslimische Schriften wie den Koran "unangemessen entsorgt" hätten, sich dafür entschuldigt und dem Vorwurf des Vorsatzes widersprochen. Die Schändung ihrer religiösen Schrift gilt den Muslimen als Todsünde. Der Oberkommandierende der ISAF, John Allen, versuchte, die angespannte Situation zu entschärfen und entschuldigte sich offiziell bei den Einheimischen für den Vorfall. "Ich versichere Ihnen, das war in keiner Weise beabsichtigt", so der US-General.
Afghanistan / Religion / Proteste
22.02.2012 · 16:56 Uhr
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