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Afghanistan: Politologe warnt vor «Abzugswettbewerb»

Berlin (dpa) - Angesichts Frankreichs Beharren auf einem früheren Abzug seiner Kampftruppen aus Afghanistan warnt der Politikwissenschaftler Johannes Varwick vor einem Abzugswettbewerb.

Der Rückzug sei eine riesige logistische Herausforderung, sagte der Nato-Experte am Montag im «Deutschlandfunk». «Wenn jetzt einzelne Staaten früher rausgehen und sich gewissermaßen die Rosinen rauspicken, fügt das der Solidarität der NATO großen Schaden zu.»

Neben Frankreich wollen auch die Niederlande und Australien, das kein Nato-Mitglied ist, vorzeitig aus Afghanistan abrücken. Spannender als die Frage, wer wann rausgehe, sei aber, was nach 2014 passiere, sagte Varwick. Erfolge dürften nicht durch zu wenig Engagement gefährdet werden.

Zur neuen Nato-Raketenabwehr, die nun teilweise einsatzbereit ist und gegen die Russland erneut Bedenken anmeldete, sagte Varwick: «Wir brauchen Russland nicht zwingend technisch in diesem System, aber politisch wäre es sehr viel besser, wenn es mit Russland geht.» Die Nato müsse weiter versuchen, Russland zu beteiligen. Der Schlüssel dafür liege aber zum Großteil in Moskau.

«Die Bedenken, die Russland hat, sind zum Großteil nicht rational und könnten in diplomatischen Verhandlungen ausgeräumt werden.» So könnten die USA eine schriftliche Erklärung abgeben, dass sich das Abwehrsystem nicht gegen Russland richte, sagte Varwick.

Nato / Afghanistan / Russland
21.05.2012 · 09:59 Uhr
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