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Afghanistan-Kommandeur von Al-Kaida tot

Mustafa Abu al-Jasid soll bei einem Drohnenangriff getötet worden sein. (Foto: IntelCenter)Großansicht
Washington/Istanbul (dpa) - Der Kommandeur der Al-Kaida-Terroristen in Afghanistan, Mustafa Abu al-Jasid, ist bei einem Luftangriff getötet worden. Das geht aus einer Erklärung hervor, die auf Islamisten-Websites veröffentlicht wurde.

Es handele sich um einen «ernsten Schlag» gegen Al-Kaida, sagte US-Regierungssprecher Robert Gibbs am Dienstag. «Das ist die wichtigste Zielperson, die in den vergangenen fünf Jahren getötet oder gefangen genommen wurde.»

Der US-Sender NBC hatte am Montagabend gemeldet, Al-Jasid sei in der Grenzregion zwischen Pakistan und Afghanistan ums Leben gekommen. Er sei einer der Mitbegründer von Al-Kaida und ein Schwager des Terroristenchefs Osama bin Laden gewesen.

In der von den Islamisten verbreiteten Erklärung hieß es, Abu al- Jasid habe sich bereits vor mehr als 22 Jahren dem «Heiligen Krieg» verschrieben. Zusammen mit ihm seien seine Ehefrau, drei Töchter, eine Enkelin sowie mehreren Nachbarn und Freunde gestorben. Die Erklärung war mit «Al-Kaida Generalkommando» unterzeichnet.

Ein hochrangiger US-Beamter sagte dem Sender NBC, der Top- Terrorist sei von einer Rakete getroffen worden. Die Rakete sei von einem unbemannten Flugzeug aus abgefeuert worden. Ein weiterer US- Beamter sagte dem US-Sender ABC News, die USA hätten allen Grund zur Annahme, dass Abu al-Jasid vor etwa einer Woche in der unruhigen Stammesregion in Pakistan ums Leben gekommen sei.

Der Ägypter hatte sich in seinem Versteck in den Bergen 2009 von einem Reporter des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira interviewen lassen. Er veröffentlichte auch mehrere Videos, in denen er die Niederlage der US-Armee in Afghanistan voraussagte.

Terrorismus / Afghanistan
01.06.2010 · 22:28 Uhr
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