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Afghanistan: Isaf-Truppen wollen in neue Regionen vordringen

Masar-i-Scharif/Berlin (dts) - Die Internationale Schutztruppe (Isaf) plant, in Nordafghanistan in neue Regionen vorzudringen. Nach jüngst erzielten Erfolgen in der Provinz Kunduz wandert der Fokus künftig mehr in Richtung westliches Grenzgebiet. "Damit dieses Stück Arbeit in der Provinz Kunduz nicht isoliert bleibt, müssen wir jetzt den Anschluss finden und unsere Bemühungen ausweiten", sagte der neue Isaf-Regionalkommandeur Markus Kneip der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagsausgabe).

"Geplant ist eine Weiterentwicklung in Richtung Westen, dort möchte die afghanische Regierung eine neue Straße bauen, und Isaf unterstützt sie dabei." Ein Hauptaugenmerk sei es, dorthin zu gehen, wo es den Menschen etwas bringt. "Dazu muss man sich eben bewegen", sagte der deutsche Generalmajor. Kneip deutete auch an, dass für das neue, noch nicht abschließend geplante Operationsziel Isaf-Truppen aus Kunduz oder Masar-i-Scharif verlegt werden. An diesen Standorten sind derzeit die beiden Ausbildungs- und Schutzbataillone stationiert, in denen deutsche Soldaten afghanische Kameraden im Gefechtsbetrieb ausbilden. "Hätten wir Kräfte im Überfluss, könnte man an sehr vielen verschiedenen Stellen gleichzeitig in dieser Intensität arbeiten", sagte Kneip. "Das haben wir aber nicht. Weil das Land so groß sei, müsse man mit den Kräften haushalten. Das verlange eben stufenweise Konzentration", so Kneip.
Afghanistan / DEU / Militär / Weltpolitik / Terrorismus
01.04.2011 · 04:00 Uhr
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