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Afghanistan: Französische TV-Reporter nach anderthalb Jahren Geiselhaft frei

Paris/ Kabul (dts) - Nach anderthalb Jahren Geiselhaft sind zwei französiche Journalisten des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders "France 3" am Mittwoch freigekommen. Das teilte die französische Regierung mit. Die internationale Organisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG) zeigte sich erfreut über die Freilassung.

"Wir sind sehr erleichtert über diese Nachricht. In den 547 Tagen der Geiselhaft haben wir die Hoffnung auf eine Freilassung nie aufgegeben", so ROG-Generalsekretär Jean-François Julliard. Auch die drei afghanischen Mitarbeiter der beiden Reporter sind wieder in Freiheit. Die beiden Journalisten waren am 29. Dezember 2009 gemeinsam mit ihren drei einheimischen Begleitern von einer Talibangruppe in der nordöstlichen Provinz Kapisa entführt worden. Dort recherchierten die Journalisten für eine Sendung von "France 3". Wie der französische Premierminister François Fillon am Mittwoch erklärte, sind die beiden Reporter in guter Verfassung und werden bald wieder zurück in der Heimat sein. Gewalt und Entführungen durch extremistische und aufständische Gruppen gehören laut ROG nach wie vor zu den größten Gefahren für Journalisten in Afghanistan. Mindestens 15 Reporter seien seit 2009 in Afghanistan entführt worden.
Frankreich / Afghanistan / Gewalt / Kriminalität / Terrorismus
29.06.2011 · 19:23 Uhr
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