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Afghanistan: Anhänger von Karsai und Abdullah beanspruchen Wahlsieg

Kabul (dts) - Nach der gestrigen Präsidentschaftswahl in Afghanistan haben die Anhänger von Amtsinhaber Hamid Karsai und dem aussichtsreichsten Konkurrenten Abdullah Abdullah jeweils den Wahlsieg für sich beansprucht. Ein Sprecher aus Karsais Wahlkampfteam behauptete, eine Stichwahl sei "nicht nötig", da der Amtsinhaber bereits die Mehrheit der Stimmen erhalten habe. Ein Sprecher von Abdullah hingegen sagte, der Herausforderer habe 61 Prozent der Stimmen bekommen, während Karsai nur 31 Prozent erhalten haben soll. In der Präsidentschaftswahl hat einer der Kandidaten gewonnen, wenn er im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält. Sollte keiner der Bewerber eine absolute Mehrheit erreichen, ist für Anfang Oktober eine Stichwahl geplant. Die afghanische Wahlkommission wollte die Behauptungen der beiden Wahlkampfteams nicht bestätigen. Es sollen jedoch in allen Teilen des Landes die Stimmen ausgezählt worden sein. Am 17. September sollen die Endergebnisse der Wahl offiziell vorliegen. Vorläufige Ergebnisse soll es bereits in den nächsten Tagen geben. Die Wahlbeteiligung soll bei etwa 40 Prozent liegen. 2004 hatte die Wahlbeteiligung bei der ersten Präsidentschaftswahl nach dem Sturz der Taliban noch bei rund 70 Prozent gelegen. Die afghanische Präsidentschaftswahl war gestern von mehreren Anschlägen auf Wahllokale und Gefechten mit den Taliban überschattet worden. Dabei sollen mindestens 50 Menschen getötet worden sein, rund die Hälfte davon Kämpfer der Taliban. Das Verteidigungsministerium zählte insgesamt 135 Zwischenfälle im ganzen Land.
Afghanistan / Wahl / Taliban
21.08.2009 · 11:51 Uhr
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