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Afghanischer Minister kritisiert Hilfeverteilung

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Frankfurt/Main (dpa) - Der afghanische Außenminister Rangin Dadfar Spanta hat die internationale Gemeinschaft wegen der Verteilung der Hilfen für sein Land kritisiert. Die Regierung von Präsident Hamid Karsai verfüge «nur über 20 Prozent» der internationalen Hilfsmittel.

Sie werde aber «für alle Verfehlungen» beim Aufbau verantwortlich gemacht, monierte Spanta in einem Interview der «Frankfurter Rundschau». 80 Prozent der Mittel kontrollierten die Geberländer. Damit sei die afghanische Regierung mit zu wenig wenig Einfluss ausgestattet, um die Probleme des zerrütteten Landes alleine lösen zu können.

Das Geld müsse transparenter verteilt und effizienter eingesetzt werden, sagte Spanta. Er kritisierte indirekt vor allem die USA, das einflussreichste Geberland. So werden nach seinen Angaben die zusätzlichen 30 000 US-Soldaten jährlich 30 Milliarden Dollar kosten. «Mit dem Geld für einen US-Soldaten könnten wir 60 afghanische Soldaten ausbilden», sagte Spanta weiter.

Konflikte / Afghanistan
05.01.2010 · 10:38 Uhr
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