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Afghanen mit Taliban-Verbindungen bewachen US-Basen

Der «New York Times» zufolge gibt es über 26 000 private Wachleute in Afghanistan, von denen 90 Prozent für US-Militär oder die amerikanische Regierung arbeiten.Großansicht

Washington (dpa) - US-Militärstützpunkte in Afghanistan werden nach einem Bericht der «New York Times» teilweise von privaten afghanischen Wächtern beschützt, die Verbindungen zu den Taliban und zum iranischen Geheimdienst haben.

Die Wachleute würden von US-Militärs und westlichen Sicherheitsunternehmen in Zusammenarbeit mit lokalen Subunternehmern und afghanischen Warlords angestellt, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Untersuchungen des Senats in Washington.

Das Pentagon übe so gut wie keine Aufsicht darüber auf, wer zu solchen Wachdiensten angeheuert werde. Diese Praxis bedeute nicht nur eine Gefährdung amerikanischer Soldaten auf den Stützpunkten. Eine Folge sei auch, dass US-Gelder in die Hände von Warlords mit Verbindungen zu den radikal-islamischen Aufständischen fließen, hieß es.

Den Angaben zufolge gibt es über 26 000 private Wachleute in Afghanistan, von denen 90 Prozent für US-Militär oder die amerikanische Regierung arbeiten.

Konflikte / Afghanistan / USA
08.10.2010 · 09:19 Uhr
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