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Ärzte ohne Grenzen: Schussverletzungen in Haiti

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Port-au-Prince/Paris (dpa) - In der vom Erdbeben zerstörten haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince gibt es nach Angaben von Ärzten die ersten Opfer gewaltsamer Auseinandersetzungen.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen berichtete am Montag in einer Telefonkonferenz von Menschen mit Schuss- und Stichverletzungen. Sie würden wie die Erdbebenopfer von den Ärzten der Organisation behandelt. Auch am Flughafen seien Schüsse zu hören gewesen.

«Die Situation ist absolut dramatisch», sagte Projektkoordinator Loris de Filippi. In allen Notkrankenhäusern werde in Doppelschichten gearbeitet, tausende Menschen warten auf Behandlung. Problematisch sei auch, dass nur ganz wenige Haitianer gegen die tödlich verlaufende Infektionskrankheit Tetanus geimpft seien.

Ärzte ohne Grenzen hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 3000 Menschen nach dem Erdbeben behandelt, rund 500 wurden operiert. Als frustrierend für die Mitarbeiter vor Ort bezeichnete die Organisation die logistischen Probleme. Zwei Flugzeuge mit dringend benötigtem medizinischen Material hätten jüngst wegen Überfüllung des Flughafens nicht landen können. «Wir sind zwei Tage zurück», sagte Ärzte-ohne-Grenzen-Mitglied Benoît Leduc in Haiti. Man könne sich die Frage stellen, ob die Organisation auf dem von den USA kontrollierten Flughafen so effizient wie möglich sei.

Erdbeben / Haiti
18.01.2010 · 23:01 Uhr
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