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Ärzte kritisieren Umgang mit Schweinegrippe

Berlin (dts) - In der Ärzteschaft mehren sich die kritischen Stimmen zum Umgang mit der sogenannten Schweinegrippe. Immer mehr Mediziner sind offenbar der Meinung, dass das Gefahrenpotenzial der Krankheit überschätzt wird, so die "Neue Rhein Zeitung". "Bei uns melden sich viele Kollegen, die die Verunsicherung der Bevölkerung für übertrieben halten", so Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer gegenüber der Zeitung. Die bisherigen Krankheitsverläufe seien oft leichter als bei einer gewöhnlichen saisonalen Grippe. "Wir hatten schon bedeutendere Grippewellen." Die Bundesärztekammer hat jetzt laut Hoppe die Arzneimittelkommission gebeten, sich "intensiv" mit dem Thema auseinanderzusetzen. "Eine Impfung älterer Menschen ist wahrscheinlich nicht nötig", so Hoppe weiter. Diese Einschätzung deckt sich mit Erkenntnissen der am Berliner Robert-Koch-Institut angesiedelten Ständigen Impfkommission (STIKO). Für ihren stellvertretenden Vorsitzenden Ulrich Heininger ist es aufgrund der bislang vorliegenden Daten "wahrscheinlich, dass ältere Menschen eine Teilimmunität erworben haben, weil sie sich in der Vergangenheit mit einem ähnlichen Virus infiziert haben". Menschen ab etwa 60 seien bisher nur in einem "erstaunlich geringen Maß" erkrankt.
DEU / Schweinegrippe
24.08.2009 · 18:43 Uhr
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