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Ärzte hoffen auf Stärkung ihrer Position

Nun sind sie doch nicht gestorben: Fachärzte protestieren am 24.3.2009 in München gegen die Honorarreform.Großansicht
Berlin (dpa) - Die Ärzteverbände erhoffen sich vom Regierungswechsel nach der Bundestagswahl eine Stärkung der Mediziner-Position. Die Krankenkassen setzen auf eine Stärkung der gesetzlichen Krankenversicherung.

«Das Ergebnis zeigt, dass die Bürger Veränderung wollen. Das gilt auch für die Gesundheitspolitik», sagte der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Carl-Heinz Müller, am Montag. «Wir brauchen nun endlich eine nachhaltige Gesundheitsreform, die mehr leistet als eine reine Kostendiskussion.»

Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, sagte: «Die Ärztinnen und Ärzte in Deutschland hoffen, dass mit der künftigen Regierung endlich eine neue Vertrauenskultur im Gesundheitswesen begründet wird.» Die ärztliche Freiberuflichkeit müsse gestärkt werden.

Der Präsident der Bundeszahnärztekammer , Peter Engel, wertete den Wahlerfolg von FDP und Union als «Signal für die überfällige Anpassung des Gesundheitswesens an die Realitäten».

Die Vorsitzende des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung, Doris Pfeiffer, betonte hingegen, zentral bleibe Solidarität, Sicherung des medizinischen Fortschritts, nachhaltige Finanzierung und Wettbewerb um die beste Versorgung. Sie bezeichnete die Stärkung der gesetzlichen Krankenversicherung als zentrale Herausforderung für die neue Bundesregierung. Der Gesundheitsfonds mache durch die Finanzkrise bereits in diesem Jahr bis zu drei Milliarden Euro Schulden.

Wahlen / Bundestag / Reaktionen / Gesundheit
29.09.2009 · 12:15 Uhr
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