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Ärzte-Gehälter schon vor Reform deutlich gestiegen

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Berlin (dpa) - Die Honorare der Ärzte sind bereits vor der jüngsten Gesundheitsreform deutlich gestiegen. Sie legten bei niedergelassenen Ärzten zwischen 2002 und 2007 um durchschnittlich 2,42 Prozent im Jahr zu - und damit schneller als die Einkommen der übrigen Arbeitnehmer (2,3 Prozent).

Das berichtete die «Süddeutsche Zeitung» unter Berufung auf Erhebungen des Statistischen Bundesamtes. Die Ärzte selbst hatten über sinkende oder stagnierende Einnahmen geklagt.

Die Reform ist Anfang 2009 in Kraft getreten. Im ersten Quartal stiegen die Bezüge der Ärzte nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent.

Wie die «Süddeutsche Zeitung» weiter berichtete, betrug der durchschnittliche Reinertrag eines Mediziners 142 000 Euro im Jahr 2007. Das sei im Vergleich zu einer Erhebung aus dem Jahr 2002 ein Plus von 12,7 Prozent. Der Honorar-Anstieg aus der jüngsten Reform sei noch nicht berücksichtigt. Die Statistiker ermittelten die Daten durch eine Befragung von rund 5300 Arztpraxen in ganz Deutschland.

Kritik an den «massiven Einkommenssteigerungen» der Ärzte äußerte der Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin. Sie seien durch höhere Krankenkassenbeiträge der Arbeitnehmer finanziert worden, die selbst unter Reallohn-Einbußen litten, kritisierte er.

Ärzte
13.08.2009 · 15:32 Uhr
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