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Ärzte freuen sich nach Honorarreform über Geldregen

Berlin (dts) - Die umstrittene Honorarreform hat den niedergelassenen Ärzten in Deutschland offenbar mehr Geld gebracht als von der Politik ursprünglich zugesagt. "Versprochen hat uns die Politik eine Honorarsteigerung von 2,5 Milliarden Euro", sagte der Chef der kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, der Tageszeitung "Die Welt" (Mittwochsausgabe). "Jetzt werden es fast 3,4 Milliarden Euro sein." Und für 2010 seien weitere Honorarzuwächse von 1,7 Milliarden Euro ausgehandelt. Die Honorarreform war unter den Ärzten hoch umstritten. Einige Ärztegruppen, wie Orthopäden, fürchteten hohe Einbußen durch die Honorarumstellung. In einigen Ländern wie Bayern oder Schleswig-Holstein kam es zu Protestkundgebungen mit Ärztestreiks. "Ich habe noch nie eine Vergütungsreform durchgeführt, bei der es so viele Gewinner gab", sagte Köhler. "Diese Gewinner schweigen aber - aus Furcht, dass man ihnen die Gewinne wieder nimmt". Denn die Unzufriedenheit der Verlierer sei riesig. Problematisch sei aber die Verteilung auf die Bundesländer, räumte Köhler ein. Das müsse überarbeitet werden, genauso wie die Verteilung zwischen den Arztgruppen. Der Kassenärztechef sagte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) Unterstützung bei Maßnahmen zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen zu. "Diese Pläne müssen wir unterstützen, weil wir Ärzte in der Mitverantwortung sind: Die Ausgaben für Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel werden von Ärzten mit veranlasst." Einen Honorarstopp für die Ärzte - wie von einigen Krankenkassen angemahnt - lehnte Köhler dagegen ab. "Da sehe ich keinen Spielraum", sagte Köhler der "Welt".
DEU / Gesundheit
02.02.2010 · 16:45 Uhr
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