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Ägypten: Proteste gehen trotz Reformgesprächen weiter

Kairo (dts) - Trotz der am Sonntag begonnenen Reformgespräche zwischen Regierung und Opposition sind in Ägypten am Montag den 14. Tag in Folge mehrere Tausend Menschen aus Protest auf die Straße gegangen. Die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo haben eine "Woche der Standfestigkeit" ausgerufen, für Dienstag und Freitag sind neue Massenproteste geplant. Die Belagerung des Zentrums der ägyptischen Hauptstadt durch die Demokratiebewegung, die seit dem 25. Januar andauert, soll zudem bis zum sofortigen Rücktritt des Präsidenten Husni Mubarak anhalten.

"Die Regierung will uns Stück für Stück von diesem Ort nehmen", sagt Sherif Mekkawi vom Organisationskomitee des Platzes und ergänzte, dass dies nicht gelingen werde: "Wir haben unsere Leute an den Barrikaden postiert und vor den Panzern... Wenn nötig, werden wir hier sterben." Die Proteste sind nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen der letzten Woche zuletzt weitgehend friedlich und ruhig verlaufen. Wie die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" am Montag mitteilte, seien bei den Demonstrationen der vergangenen zwei Wochen mindestens 297 Menschen getötet worden. Von ägyptischer Seite liegen bisher keine umfassenden Opferzahlen vor.
Ägypten / Proteste
07.02.2011 · 23:34 Uhr
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