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ADAC: Fast zehn Prozent der Autowerkstätten durchgefallen

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München (dpa) - Beim ADAC-Werkstatttest 2012 sind fast zehn Prozent der getesteten Reparaturbetriebe durchgefallen.

Insgesamt nahmen die ADAC-Tester 75 Werkstätten unter die Lupe, darunter die Betriebe großer Autohersteller wie 25 Werkstätten der Kette A.T.U und 25 des freien Werkstattsystems Bosch Car Service. Sieben der freien Werkstätten bekamen ein mangelhaft und genügten damit nicht den Anforderungen, wie der Autoclub am Donnerstag in München mitteilte. Die Vertragsbetriebe bekamen hingegen fast durchweg gute Noten. Testsieger wurde ein Berliner Mercedes-Betrieb, der die vollen 100 Punkte erreichte. Der Testverlierer in Hamburg, der zu Bosch Car Service gehörte, schaffte nur 17 Punkte. Im Gesamtergebnis sei aber A.T.U schlechter gewesen: 18 von 25 Filialen hätten hier gepatzt.

«Wir nehmen die Ergebnisse des ADAC-Werkstatttests sehr ernst und werden uns intensiv mit den Bewertungen der einzelnen Filialen auseinandersetzen», sagte A.T.U.-Geschäftsführer Manfred Ries. «Es gilt, die Abläufe und Prozesse weiter zu überprüfen, um mögliche Schwachstellen noch besser zu erkennen und letztlich abzustellen.» Der Test zeige aber auch, dass 72 Prozent der getesteten A.T.U-Filialen die Noten «sehr gut» oder «gut» in der Kategorie Technik erhalten hätten, unterstrich Ries.

Bei Mercedes, dessen fünf getestete Werkstätten wie Renault durchweg ein «sehr gut» bekamen, hieß es, die Leistung habe Kontinuität, auch bei anderen Tests habe Mercedes sehr gute Noten erhalten.

Nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) gab es im Jahr 2011 insgesamt 38 000 Werkstätten in Deutschland, darunter 17 600 Markenbetriebe und 20 400 freie Betriebe. Bei dem Werkstatttest handele es sich um eine Stichprobe, betonte dazu ADAC-Sprecher Christian Buric. Sie gebe aber durchaus Aufschluss, wie die Werkstätten arbeiteten.

Der Club testete Werkstätten in fünf Städten mit verschiedenen gängigen Fahrzeugmodellen. ADAC-Mitglieder fuhren dazu mit ihren Autos in die Werkstätten. Die Fahrzeuge wurden davor mit fünf Mängeln präpariert: Ein verstelltes Scheinwerferlicht, eine defekte Kennzeichenleuchte, ein ausgehängter Auspufftopf, ein zu niedriger Kühlmittelstand und ein Ersatzrad mit zu wenig Reifendruck.

Die Arbeitsleistung wurde mit 60 Punkten, der Service mit maximal 40 Punkten bewertet. Punktabzug gab es, wenn wesentliche Serviceleistungen fehlten oder Zusatzarbeiten ohne Auftrag ausgeführt wurden.

Einer der ältesten Kritikpunkte seit Beginn der ADAC-Werkstatt-Tests vor 42 Jahren: Punkte aus Wartungslisten werden zwar abgehakt, aber gar nicht geprüft. Gerade die getesteten Werkstatt-Ketten hätten zudem nicht selten Schwierigkeiten, die richtige Wartungsliste zu wählen, die zum Fahrzeug und seiner Laufleistung beziehungsweise seinem Alter passe, stellte der Autoclub weiter fest.

Bei den Vertragswerkstätten bekamen 21 der 25 Betriebe ein sehr gut, nur eine ein ausreichend; keine einzige wurde mit mangelhaft bewertet. Bei den freien Ketten hingegen gab es bei 50 Reparaturbetrieben nur acht sehr gut, 13 gut, dafür aber 10 ausreichend und sieben mangelhaft.

Allerdings gab es entsprechend große Unterschiede bei den Preisen. Die Stundenlöhne reichten von 42 bis 158 Euro - die Vertragswerkstätten waren dabei durchweg deutlich teurer als die freien Betriebe, teilweise waren die Stundensätze mehr als doppelt so teuer. Auch beim Öl verlangte sie mehr. Bei den Stundenpreisen waren die Vertragswerkstätten teils mehr als doppelt so teuer.

Der ADAC riet Autofahrern, den Wagen zusammen mit dem Serviceberater anzuschauen und den Wartungsauftrag schriftlich zu erteilen.

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23.08.2012 · 18:35 Uhr
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